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Ostholstein „Aktion Freundschaft“ will wieder durchstarten
Lokales Ostholstein „Aktion Freundschaft“ will wieder durchstarten
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00:00 18.10.2012
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Ostholstein

Vor 20 Jahren wurde die „Aktion Freundschaft“ gegründet. Innerhalb weniger Jahre transportierten die Mitglieder, damals vor allem Soldaten, Güter im Wert von fast 13 Millionen Euro in die verschiedensten Notregionen dieser Welt. Nachdem es 2001 mit der Auflösung des Bundeswehrstandortes in Großenbrode ruhig um den Verein wurde, will der inzwischen pensionierte Soldat Heinz-Joachim Grüning mit neuem Schwung wieder durchstarten. Im Mittelpunkt der geplanten Hilfstransporte stehen Kinderkrankenhäuser, Säuglingsheime, Kinderheime und Internatsschulen vor allem in der Region Klaipeda in Litauen.„Materielle Spenden stehen bei zahlreichen Firmen für uns bereit. Da brauche ich nur anzurufen“, sagt Grüning. Das Problem des Vereins: Um die Spenden wie Müsli, Tee, Verbandsmaterial und Medikamente mit Sattelzügen bei den Firmen abzuholen und nach Litauen zu transportieren, fehlt das Geld. Ein einwöchiger Transport kostet trotz ehrenamtlicher Fahrer und Sonderkonditionen bei den Fährtarifen und Lastwagenmieten etwa 5000 Euro. Vier Transporte pro Jahr plant Grüning. „Wenn wir erst einmal wieder einen Transport gestartet haben, wird es für uns sehr viel einfacher, wieder Spenden einzuwerben“, sagt Grüning, der für seine Aktivitäten sogar schon das Bundesverdienstkreuz erhalten hat. Was mit einer vergleichbar geringen Spendensumme zu erreichen ist, zeigen die Bilanzen der Vereins. Mit Kosten von weniger als 17 000 Euro brachte der Verein im Jahr 2000 Hilfsgüter im Wert von fast sieben Millionen Euro in notleidende Regionen. Hilfe, die dort in der Form auch dringend benötigt wurde.„Wir machen keine Zwangsbeglückung, nur um tolle Bilanzen vorzuweisen“, betont Grüning. So würden die Empfänger vorher ihren Bedarf anmelden, so dass gezielt geholfen werden kann. „Es bringt nichts, wenn wir irgendetwas dort hinbringen, das dann nur herumsteht oder aus bestimmten Gründen gar nicht verwendet werden kann.“ Vor allem bei Medikamenten sei es wichtig, dass durch regelmäßige Transporte auch die Nachlieferung gesichert sei. Grüning geht davon aus, dass viele soziale Einrichtungen in Litauen trotz des EU-Beitritts noch mindestens zehn Jahre Hilfe brauchen.Ideelle Unterstützung bekommt die „Aktion Freundschaft“ jetzt von der Stadt Oldenburg. So hat Bürgermeister Martin Voigt offiziell die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Eine entsprechende Urkunde wurde dem Vorsitzenden Grüning gestern im Rathaus überreicht. „Wir wollen seitens der Stadt alles tun, um das Wiederaufleben dieser wichtigen humanitären Hilfstätigkeit zu ermöglichen“, sagte Voigt. Die Hilfe werde in den baltischen Staaten nach wie vor dringend benötigt. Und nicht zuletzt belegten „beeindruckende Dokumente“ die bisherige Arbeit.

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