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Ostholstein Aktiv-Region: Zuschuss für Eutiner Reliefs
Lokales Ostholstein Aktiv-Region: Zuschuss für Eutiner Reliefs
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23:10 22.03.2016
Eutin/Plön

Die Aufstellung von Relief-Stadtplänen für Seheingeschränkte an drei zentralen Punkten der Innenstadt zählt zu den konkreten Maßnahmen, mit denen Eutin im Rahmen des Projektes „Ostholstein erlebbar für alle“ aktiv wird. Dafür bewilligte der Vorstand der Aktiv-Region Schwentine-Holsteinische Schweiz auf seiner Sitzung am Montagabend in Plön eine Förderung in Höhe von 9300 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 18 600 Euro.

„Barrierefreiheit ist nicht nur baulich umzusetzen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, positive Signale zu senden“, führte Bauamtsleiter Bernd Rubelt als Vertreter der Stadt Eutin dazu aus. Die Geländepläne sind aus hartem, strapazierfähigem Kunststoff, die Einbringung von Braille-Schrift ist ebenso möglich wie die Installation von Tonelementen. „Die Stadt wird so für alle lesbar“, erklärte Rubelt. Ein Erlebnis auch für diejenigen, die nicht darauf angewiesen sind.

Als Standorte sind der Bereich des Haupteinganges zur Landesgartenschau (LGS) — künftig Wohnmobilstellplatz —, das Schloss und der Bahnhofsvorplatz vorgesehen. Dort könnte die Montage wirtschaftlich sinnvoll in laufende Bauarbeiten integriert werden, so Rubelt. Er betonte, dass es sich um Flächen der Stadt, nicht der LGS handele.

Für einen weiteren Tagesordnungspunkt war er als Repräsentant Eutins und Geschäftsführer der LGS in doppelter Funktion verantwortlich: Er legte der Versammlung Überlegungen für eine pädagogisch ausgerichtete Nutzung des Küchengartens im Schlossgarten dar. „Und wie geht es weiter nach der Landesgartenschau?“, lautete in diesem Zusammenhang die zentrale Frage, die Rubelt selbst beantwortete:

Auf der Grundlage zur LGS geknüpfter Verbindungen könnte der Küchengarten als Bildungsprojekt weiterentwickelt werden — Stichwort sei das „grüne Klassenzimmer“. Dafür müssten zunächst in einer Machbarkeitsstudie Trägerschaft, Finanzierbarkeit, Konzept und ein Netzwerk an Akteuren ermittelt werden, ehe man dann auf dieser Grundlage weitere Partner ansprechen könne, erläuterte Rubelt.

Die Kosten für eine solche Studie wurden mit 20 000 Euro veranschlagt, die Förderung durch die Aktiv-Region würde bei etwa 9000 Euro liegen. Den Regularien gemäß fiel bei dieser ersten Vorstellung des Vorhabens noch keine Entscheidung, die Abstimmung wird in einer nächsten Sitzung erfolgen.

Von Astrid Jabs

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