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Ostholstein Alarm für Nachwuchs-Retter: Kinder lernen Brandschutz
Lokales Ostholstein Alarm für Nachwuchs-Retter: Kinder lernen Brandschutz
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21:57 20.05.2016
Auf dem Weg zum Einsatz: Elias und Femke (beide 8) düsen los, um ein Feuer zu löschen. Quelle: Fotos: Binder

Wofür ist ein Rauchmelder gut? Was muss ich am Telefon sagen, wenn ich die 112 gewählt habe, weil es brennt? Und warum kann man brennendes Fett eigentlich nicht mit Wasser löschen? Das und mehr haben 210 Grundschüler aus Oldenburg, Göhl und Neukirchen gestern beim „Tag der Sicherheit“ erfahren. Zum zweiten Mal hat die Feuerwehr Oldenburg auf ihrem Gelände ein umfangreiches Programm zum Thema Brandschutz auf die Beine gestellt. Auch Polizei und Rettungsdienst haben sich beteiligt.

Organisator und stellvertretender Wehrführer André Hasselmann zeigt sich sehr zufrieden mit der Resonanz. Während die Kinder noch durchs Gerätehaus stürmen, kündigt er bereits an: „Das machen wir in zwei Jahren wieder.“

Das Angebot richtet sich an Zweit- und Drittklässler. Sie dürfen sich unter anderem die Fahrzeuge anschauen und sich auch selbst einmal bei einem „Löscheinsatz“ versuchen, es gibt ein Nebel-Zelt, in dem die Schüler einen Eindruck davon bekommen können, wie schnell man in einem verrauchten Raum die Orientierung verlieren kann, und das 13-köpfige Team aus Freiwilligen der Feuerwehr erläutert anhand verschiedener Demonstrationen das richtige Verhalten im Ernstfall.

Elias und Femke (beide 8) von der Grundschule Göhl haben gerade einen Einsatz. Die beiden Nachwuchs-Retter schnappen sich ihre Helme, dann düsen sie auf Spielzeug-Feuerwehrfahrzeugen aus einem Miniatur-Gerätehaus; weitere Kinder folgen. An einem kleinen Haus gegenüber rollt das Schüler- Team Schläuche aus, um die – zum Glück nur aufgemalten – Flammen zu bekämpfen. Ein paar mutige Einsatzkräfte stürmen ins Gebäude und retten eine „bewusstlose“ Puppe, die dann an den Rettungsdienst übergeben wird.

Die Utensilien stammen vom Kreisfeuerwehrverband. Ziel ist es, auf spielerische Weise das richtige Verhalten im Ernstfall zu vermitteln: Denn jeder Einsatz beginnt hier mit dem Notruf – dem eigentlichen Zweck der Übung. „Aber es soll ja auch Spaß machen“, sagt André Hasselmann schmunzelnd.

Um einen Notruf geht es derweil auch bei Edwin Schultz und seinen Kollegen von der Feuerwehr-Puppenbühne Fassensdorf: Sie haben Kasper und seine Freunde zu den Kindern geschickt, um nach der Nummer zu fragen. Und der „112“- Chor beweist: Die Schüler wissen genau, wo sie anrufen müssen.

 jen

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