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Ostholstein AlfaAlfa — und schon fährt der Bus zwischen Eutin und Sielbeck
Lokales Ostholstein AlfaAlfa — und schon fährt der Bus zwischen Eutin und Sielbeck
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22:18 10.05.2016
Der Alfa-Bus in Eutin-Sielbeck (von links): Martin Syring (Dorfvorsteher Sielbeck), Wolfgang Nittritz (Hotel Uklei-Fährhaus), Kerstin Meyer (Stadtverwaltung Eutin), Oscar Klose (Kreis Ostholstein), Carsten Abendroth (Rohde-Verkehrsbetriebe) und Dieter Holst (Bürgervorsteher). Quelle: Petersen

Die Busverbindung zwischen Sielbeck und Eutin wird erweitert. Die Stadt setzt jetzt abends und an Wochenenden ergänzend Alfa-Rufbusse auf den Linien 5506 und 5507 ein. Das Angebot gilt zunächst für die Zeit der Landesgartenschau bis Anfang Oktober. Wird es gut angenommen, ist eine Verlängerung möglich. Gestern wurde der neue Verkehr mit Kleinbussen am Uklei-Fährhaus vorgestellt. Der Wunsch, auf diese Weise Lücken im Fahrplan zu schließen, kam aus der Dorfschaft.

„Wir freuen uns. Vielleicht klappt es ja über die LGS hinaus.“Martin Syring, Dorfvorsteher

Alfa steht für Anruf-Linien-Fahrt. Das System wurde 2010 im Kreis Ostholstein speziell für ländliche Gebiete eingeführt. Die Busse, in der Regel Neunsitzer, fahren zwar nach festem Fahrplan auf der bekannten Route, allerdings nur bei Bedarf. Wer mitfahren will, muss spätestens eine Stunde vor der Abfahrt beim kostenlosen Service anrufen und seine Mitfahr-Strecke benennen (die Rufnummer 08 00/

25 32 25 32 lässt sich als 0800AlfaAlfa auf der Tastatur gut merken). Der Fahrgast steigt dann an der angegebenen Haltestelle ein und zahlt nur den regulären Schleswig-Holstein-Tarif, auch wenn er der einzige Fahrgast sein sollte. Gibt es keine Bestellung, fährt auch kein Bus. Ist die Zahl der Anmeldungen dagegen so groß, dass ein Kleinbus nicht reicht, kommt ein größeres Fahrzeug. Solange Plätze frei sind, ist auch eine Mitfahrt ohne vorherige Anmeldung möglich. Gesichert ist der Transport dann aber nicht.

Wie Oscar Klose vom Fachdienst Regionale Planung des Kreises erläuterte, übernehmen die Rufbusse einen immer größeren Anteil der ÖPNV-Versorgung im ländlichen Raum. Sie absolvieren inzwischen rund zwölf Prozent aller Fahr-Kilometer. Die Rufbusse fahren zwar deutlich günstiger als große Linienbusse, aber selbstverständlich sind sie nicht kostendeckend unterwegs. Die Differenz zahlt die Stadt Eutin. Allerdings gilt auch dabei: Es werden nur die gefahrenen Streckenkilometer bezahlt. Kerstin Meyer von der Stadtverwaltung bezifferte die maximalen Kosten für die Stadtkasse auf rund 6000 Euro.

Dabei ist unterstellt, dass jede Strecke zu jeder Fahrplanzeit bedient wird.

Von Eutin/Bahnhof nach Sielbeck Nord gibt es jetzt sonnabends und sonntags um 16.33 und täglich um 20.33 Uhr bei Bedarf eine zusätzliche Verbindung. In umgekehrter Richtung von Sielbeck Nord nach Eutin geht es sonnabends und sonntags zusätzlich um 9.30 Uhr, außerdem täglich um 12 Uhr. Die Stadt hat dazu einen Flyer drucken lassen. Außerdem ist das Angebot im Internet unter www.nah.sh abrufbar.

„Wir freuen uns, dass wir den Sielbeckern dieses tolle Angebot zur Landesgartenschau machen können und hoffen, dass viele Menschen davon Gebrauch machen“, sagte Eutins Bürgervorsteher Dieter Holst.

Sielbecks Dorfvorsteher Martin Syring und Wolfgang Nittritz vom Uklei-Fährhaus waren voll des Lobes für die Fahrplan-Erweiterung. „Vielleicht klappt es ja über die Landesgartenschau hinaus“, wünschte sich Syring. Das haben jetzt die Sielbecker und ihre Feriengäste selbst in der Hand. Die Nutzung der Rufbusse wird genau erfasst. „Wir werden zuverlässig fahren und schauen, wie es läuft“, versprach Carsten Abendroth von den Rohde-Verkehrsbetrieben.

Von Arnold Petersen

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