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Ostholstein Alle Erwartungen übertroffen: 28412 Gäste kamen ins Schloss
Lokales Ostholstein Alle Erwartungen übertroffen: 28412 Gäste kamen ins Schloss
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21:15 14.01.2016
Christian Herzog von Oldenburg hält hier ein kleines Posthorn mit bayerischer Troddel, Herstellung circa 1850, Friederike von Cossel ein Jagdwaldhorn aus Wien aus dem 18. Jahrhundert. Quelle: Fotos: Benthien

„Wir schauen zurück auf ein sehr erfolgreiches Jahr. Dass wir deutlich mehr als die erhofften 27000 Besucher hatten, freut uns sehr“, erklärte der amtierende Stiftungsratsvorsitzende, Christian Herzog von Oldenburg, gestern. Gegenüber dem Jahr 2014 mit 22000 Gästen bedeuteten die 28412 Besucher eine Steigerung um fast 30 Prozent (2013:

15000 Besucher). Die Einnahmen der Stiftung Schloss Eutin hätten sich dementsprechend erhöht: Durch Eintrittsgelder und Führungsentgelte seien rund 153300 Euro eingenommen worden (2014:

118000 Euro, 2013: 82000 Euro). In Erstaunen versetzt hätten den Stiftungsrat die Zahlen des von Petra Döhring geleiteten Museumsshops, der im vergangenen Jahr fast 62000 Euro erwirtschaftete. Dessen Einnahmen wurden damit mehr als verdoppelt (2014: 27000 Euro, 2013: 6500 Euro). Damit werde er für die Stiftung zu einer zunehmend wichtigen wirtschaftlichen Größe.

Der Stiftungsrat sei sich mit ihm darin einig, so der Herzog, dass die strukturelle Neuaufstellung richtig gewesen sei. Er und auch der stellvertretende Stiftungsrat, Kulturstaatssekretär Dr.

Eberhard Schmidt-Elsaeßer (SPD), zeigten sich „froh, dass wir Frau von Cossel gewinnen konnten“. Die Kultur- und Wirtschaftswissenschaftlerin ist seit Juli hauptamtlicher Vorstand der Stiftung Schloss Eutin. „Wir sind mit ihrer Arbeit sehr zufrieden“, bekräftigte Eberhard Schmidt-Elsaeßer und räumte ein: „Sie hat hier dicke Bretter zu bohren.“

Fazit des Staatssekretärs zum Jahr 2015 und den Besucherzahlen: „Das Schloss wird in der Stadt und Region wieder mehr angenommen.“ Auch zahlreiche Weihnachtsfeiern im Schloss belegten, dass es stärker im Bewusstsein der Bürger verankert sei. In einem Rückblick verwies er darauf, dass mit dem Einbau eines Behinderten-WCs ein erster Schritt zur Barrierefreiheit getan worden sei.

Unmittelbar nach der Landesgartenschau sollten der Einbau eines Aufzugs erfolgen und die bessere Begehbarkeit des Innenhofs ermöglicht werden.

850000 Euro hat das Land der Stiftung 2015 für den laufenden Betrieb und Investitionen im Schloss (Neugestaltung Gastronomie, Eingang, Sonderausstellungs-Bereich) zur Verfügung gestellt. Für die Revitalisierung von Schlossgarten und Küchengarten gab es weitere 750000 Euro sowie 1,4 Millionen Euro an EU-Mitteln und weitere Unterstützung von der Stadt. „Er wird ein Kleinod werden“, zeigte sich Eberhard Schmidt-Elsaeßer überzeugt, „aber ohne die Landesgartenschau hätten wir die öffentlichen Mittel nicht bewegen können.“

Die Sonderausstellungen, „Marc Chagall — Poesie der Farben“ und „Spannungsfelder des Expressionismus“, hätten viele Besucher ins Schloss gelockt, stellte er heraus, „mit solchen Highlights müssen wir weiter Aufmerksamkeit ziehen. Unser Kern wird aber die Schloss-Ausstellung im ersten Stock bleiben“.

Für deren Neupräsentation — im vergangenen Sommer wurden als erster Baustein das umgestaltete Gottorfzimmer und der angrenzende Vitrinenraum eröffnet — gebe es in diesem Jahr keine öffentlichen Mittel, sagte Friederike von Cossel. Sie sei „in den letzten vertraglichen Zügen für eine große Sonderausstellung. Wenn alles klappt, können sich Eutin, die Region und die LGS-Besucher auf einen großen Namen und eine Schau mit Strahlkraft freuen“. Im zweiten Quartal 2015 werde auch die Horn-Ausstellung „mit ihrer europaweit einmaligen Zusammenstellung“ von Exemplaren aus Militär, Jagd und Musik neu eröffnet.

Die Stiftung wolle sich 2016 langsam dem neuen Fokus „Bildung“ nähern, berichtete ihr Vorstand. Dazu würden alle Führungen überarbeitet, auch solle die Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungsträgern forciert werden. „Wir sind im LGS-Programm mit mehreren Aktionen vertreten. Ich erhoffe mir persönlich, dadurch in verkürzter Zeit viele Erfahrungen sammeln zu können“, bemerkte Friederike von Cossel. Nach Möglichkeiten, den pflegeintensiven Küchengarten nach 2016 in Schuss zu halten, werde bereits gesucht: „Wir denken beispielsweise an Kooperationspartner oder Patenschaften für Parzellen.“

Das Schloss öffnet parallel zum Ostereier-Markt im Ostholstein-Museum am 27./28. Februar, jeweils von 12 bis 16 Uhr. Saisonstart im Schloss ist am 26. März, geöffnet dann von 11 bis 17 Uhr.

Ulrike Benthien

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