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Ostholstein „Alles ist viel größer und viel schöner“
Lokales Ostholstein „Alles ist viel größer und viel schöner“
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21:18 09.09.2013
Nach zwei Wasserschäden wieder trocken: Der neue Klassenraum der 5b im Neubau der Warderschule. Quelle: Foto: Peter Mantik

Der Alltag ist zurück. Nach knapp zwölf Monaten Zwangssperrung wurde der Schulbetrieb im Neubau der Warderschule in Heiligenhafen wieder aufgenommen. Die Spuren der beiden Wasserschäden sind zwar noch zu sehen, sowohl an den Wänden als auch auf dem Fußboden, wo an den Stellen, an denen Trockenbohrungen vorgenommen wurden, neue Beläge eingesetzt werden mussten.

Doch atmen Lehrer und Schüler gleichermaßen auf.

Die LN schauten sich im Neubau um und besuchten die 5b im Deutschunterricht. Mara (10) freut sich vor allem über die „schöne Farbe“. Sie sagt auch: „Die Tafel ist viel besser und auch die neuen Spinde sind praktisch.“ Neben ihr sitzt Kenneth (11), der meint: „Ich finde es toll, dass wir keinen Schimmel mehr haben.“ Derweil befindet Lea (10): „Die Klasse ist viel größer und sauberer als die, in der wir vorher waren. Toll ist auch, dass wir unsere Turnbeutel und Jacken im Spind wegschließen können.“ Und Paula (11) ist begeistert, „weil alles viel größer ist und viel schöner aussieht“.

Eigentlich haben in dieser Deutschstunde alle noch was zu den schönen neuen Räumen, es sind fünf Klassen- und drei Gruppenräume, zu sagen. Doch die Zeit rennt Lehrerin Sabine Baier mit ihrem Stundenpensum davon. Baier begrüßt ihrerseits vor allem die neuen Gruppenräume. „Hierdurch können wir integrativen Unterricht leben und in Gruppen arbeiten.“

Viele Klassen hatten während der Schließungsmonate in kleinen Räumen der alten Regionalschule oder aber in Fachräumen untergebracht werden müssen. Schulleiterin Dorothea Hansen sagt daher: „Wir sind alle glücklich darüber, dass diese Zeit hinter uns liegt. Es wurde allen viel abverlangt. Kollegen und Schüler sprechen darüber auf den Fluren. Nun herrscht endlich wieder Normalität.“ Sie selbst habe in den vergangenen Monaten nur häppchenweise neue Informationen erhalten, weil die Abläufe sehr langwierig gewesen seien. Daher habe sie auch die Elternschaft nicht ausführlicher als geschehen informieren können. Damit habe sich das Thema aber noch nicht endgültig erledigt. Der Hausmeister messe und protokolliere täglich die Luftfeuchtigkeit, die im Durchschnitt um 65 Prozent liege. Auch wolle die Stadt ja weitere Profimessungen nach einigen Monaten vornehmen. Hansen: „Wir wollen garantieren, dass sich die Schüler nicht in einem gesundheitsgefährdenden Umfeld bewegen.“

So langsam richtet sich der Blick wieder optimistisch nach vorn. Hansen und das Kollegium freuen sich besonders über die Anschaffung von drei Activ Boards, also Tafeln mit integriertem Computer.

Diese technisch multimediale Errungenschaft soll den Unterricht vereinfachen. So können rein theoretisch sogar Tafelbilder gespeichert und per Mail versandt werden. „Rein theoretisch“, wie Hansen betont. Sie erklärt: „Wir bekommen erst noch Besuch von drei Anbietern, werden uns für einen entscheiden und wissen auch erst dann, welche neuen Möglichkeiten sich daraus ergeben.“ Kostenpunkt pro Stück: circa 3000 bis 4000 Euro. Die Stadt hatte den Antrag bereits vor Monaten bewilligt, es handle sich laut Hansen somit auch nicht um ein Geschenk der Stadt wegen des Wasserschaden-Ausnahmezustandes. Die neuen Unterrichtshilfen sind dennoch als Zeichen zu verstehen: Es geht wieder vorwärts.

Peter Mantik

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