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Ostholstein Als die Flüchtlinge im Schloss lebten
Lokales Ostholstein Als die Flüchtlinge im Schloss lebten
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11:30 19.05.2017
Ein Bild aus den Kriegsjahren 1943/44: Auch im Rittersaal waren Flüchtlinge, sogenannte „Ausgebombte“, untergebracht. Quelle: Fotos: Cr Stiftung Schloss Eutin
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Eutin:

Es ist ein wenig bekanntes Kapitel in der 800-jährigen Geschichte des Eutiner Schlosses. Die Stiftung Schloss Eutin nimmt den Internationalen Museumstag nun zum Anlass, es genauer zu beleuchten. Während des Zweiten Weltkrieges und in den ersten Jahren danach fanden bis zu 400 Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Zuflucht in den historischen Räumen der alten Residenz. Erika Kaack (77) war einer von ihnen. Sie wird am Sonntag, 21. Mai, aus dieser Zeit erzählen.

Das Motto des Museumstages lautet in diesem Jahr „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“. Die Stiftung hat dazu das Zeitzeugengespräch im Rittersaal organisiert. Allein dort sollen bis zu 90 Menschen untergebracht gewesen sein, im gesamten Schloss sollen mehrere Hundert gelebt haben. Die große Flüchtlingswelle vor allem aus den deutschen Ostgebieten machte es erforderlich. Die Menschen mussten sich selbst versorgen und kochten auf kleinen Küchenöfen, deren Rauch dem Stuck der Innenräume schadete. Bis Anfang der 1950er Jahre verließen die Flüchtlinge das Schloss und erhielten privaten Wohnraum in Eutin und Umgebung zugewiesen.

Das Schloss ist am Museumstag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Veranstaltungen an diesem Tag: 11 Uhr Schlosskinder, 13 Uhr Führung „Ein Rundgang durch die Beletage“.

LN

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