Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Alt und Jung beim Malenter Diekseelauf
Lokales Ostholstein Alt und Jung beim Malenter Diekseelauf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:38 15.08.2016
300 Läufer gingen an den Start. Quelle: Christina Duevell-Veen
Anzeige
Malente

Sophie Kunze aus Malente hörte genau hin und machte daher alles richtig. „Zuerst läufst du ganz langsam, und an der Wendemarke gibst du dann richtig Gas", hatte ihr Trainer und Vater Sascha Kunze (39) auf den 1,2 Kilometer langen Weg mitgegeben. Am Ende ihres ersten Laufes überhaupt freute sich die kleine Sportlerin über einen siebten Platz.
Sophie war eine von 300 Starterinnen und Startern beim 16. Sparkassen-Dieksee-Lauf. „Im nächsten Jahr mache ich wieder mit“, kündigte sie freudestrahlend an. Auch ihr Vater wird wieder dabei sein, denn: „Wir Erwachenen müssen ja Vorbild sein.“ Großes Lob zollte Kunze den Veranstaltern: „Das war eine tolle Organisation.“
Neben Reinhard Schröder, dem Vorsitzenden des TSV Malente, gehörten zum Organisationsteam Harald Kitzel, Uwe Dühring, Brigitte Buck und Ingrid Kahl. Sie alle hatten diese Großveranstaltung, die stets am zweiten August-Wochenende ausgetragen wird, vorbereitet. In diesem Jahr wieder mit dabei war die Zeitmess-Anlage. „Sie kostet uns zwar 1200 Euro, ist aber sehr wichtig für die Läufer. Und die sollen sich ja bei uns wohlfühlen“, so Schröder.
Eine Besonderheit gab es in diesem Jahr mit der gesperrten Schwentine-Brücke am Dieksee. Dadurch musste die Laufstrecke für einige Meter an die Straße verlegt werden. „Es ist schon peinlich für die Gemeinde, dass die das nicht auf die Reihe gekriegt hat“, kritisierte Schröder. Ansonsten war er am Ende der Veranstaltung zufrieden mit dem Ablauf. Mit einer Ausnahme: Gleich nach der Siegerehrung und während der Abbauphase, so gegen 12.15 Uhr, fegte eine mächtige Sturmbö über das Veranstaltungsareal. Schröder: „Die kam ganz plötzlich und war auch ganz schnell wieder verschwunden.“ Fazit beim genaueren Hinsehen: „Das Zelt ist Schrott.“ Zum nächsten Dieksee-Lauf muss ein neues angeschafft werden.
Als jüngste Teilnehmerin ging die fünfjährige Anna Greve aus Kiel an den Start, und ältester Läufer war mit seinen 78 Jahren Robert Jaskowiak aus Malente. Für ihn war es der 14. Dieksee-Lauf. Der frühere Schwimmmeister aus dem Eutiner Elisabeth-Krankenhaus läuft seit etwa 40 Jahren dreimal wöchentlich bis zu einer Stunde.
Zu den eifrigen Läufern gehörten auch vier Sportler in einheitlich grünen T-Shirts. Gemeinsam hatten sie die Merkel-Parole: „Wir schaffen das“ ausgegeben. Während Vater Stefan Kranz die 11,5 Kilometer lange Walking-Strecke wählte, liefen die Zwillinge Virginia und Georgia Stobbe (16) sowie Monika Scholz ihre fünf Kilometer. Zufrieden mit den Ergebnissen waren sie alle. Nächster gemeinsamer Lauftermin ist am 4. September in Trappenkamp.
In sensationellen 39 Minuten schaffte Claudius Michalak aus Segeberg den Hauptlauf, die 11,5 Kilometer lange Strecke. Selbst Martin Locker, der dem großen Teilnehmerfeld mit seinem Rad voranfuhr, staunte: „Irgendwo im Wald habe ich ihn einfach vorbeilaufen lassen. Das war ja Wahnsinn.“ Im Ziel sagte Michalak: „Ich bin so schnell gelaufen, dass ich jetzt nicht mehr kann.“ Erst kurz vorher hatte er an einem Marathon teilgenommen. In den nächsten 14 Tagen aber will er nun erst mal eine Wettkampfpause einlegen.

Zur Galerie
300 Läuferinnen und Läufer gingen am Sonntag an den Start. Hier finden Sie einige Bilder.

Von Christina Düvell-Veen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige