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Ostholstein Alt und Jung unter einem Dach
Lokales Ostholstein Alt und Jung unter einem Dach
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00:00 20.10.2012
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Ostholstein

Eutin – In Stockelsdorf und Bad Schwartau sind die Pläne schon realisiert worden, in Eutin treibt die Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein (Wobau) ihr Mehrgenerationenhaus-Projekt weiter voran. Das Generationenhaus soll zentral, nahe dem Park und in der Innenstadt auf dem Gelände zwischen der Otto-Haesler-Straße, der Freischützstraße und dem Katerstieg gebaut werden. Ganz in die Nähe vom Neuen Markt, von Restaurants, Apotheken und Supermärkten. „Wir hoffen, dass der zweite, überarbeitete Bebauungsplan bis Ende November von der Stadtvertretung genehmigt wird und dann Rechtssicherheit herrscht“, sagt Wobau-Geschäftsführer Fabian Weist. Die Stadt müsse dann noch eine öffentliche Straße, die Otto-Haesler-Straße, bauen und dann könne ab April/Mai des nächsten Jahres gebaut werden. Geplant sind 44, zum Teil barrierefreie Wohnungen mit überwiegend zwei bis drei Zimmern, aber auch Vier-Zimmer-Wohnungen für junge Familien. „Denn auch diese haben die Vorteile solch eines gemeinschaftlichen Zusammenlebens erkannt“, ist sich Weist sicher. Die Wohnfläche betrage je nach Wohnung zwischen 50 und 95 Quadratmetern. Die Mieten sollen je nach Lage und Größe der Wohnungen gestaffelt werden, auch um eine soziale Durchmischung zu erreichen. „Das bringt nach unseren Erfahrungen die größte soziale Stabilität“, begründet Weist diesen Schritt. Der Quadratmeter dieses sechs Millionen Euro-Projektes kostet zwischen 6,50 Euro und 9 Euro. Den Spitzenwert erreichen die sonnigen Dachgeschoss-Penthouse-Wohnungen mit Terrasse. Zudem wird es einen Gemeinschaftsraum mit Küche und eine gemeinsame Terrasse geben, die nicht nur für Hochzeits- und Geburtstagsfeiern gemietet werden, sondern auch für Koch- und Bingoabende sowie PC- und Sportkurse genutzt werden kann. „Außerdem werden wir noch eine Physiotherapie mit hineinnehmen, weil sich dies in Stockelsdorf bewährt hat“, sagt Weist. Das alles soll durch einen Garten und einen Teich abgerundet werden, in dem der technische Leiter Manfred Korell persönlich Goldfische und Karpfen ansiedeln will. An dem kommunalen WohnungsunternehmenWobau mit Sitz in Eutin sind der Kreis Ostholstein, die Sparkasse Holstein und 28 Gemeinden beteiligt. Die Gesellschaft forciert dieses alternative, ganzheitliche Wohnkonzept des Mehrgenerationenhauses seit mehren Jahren. Sie reagiert damit laut Geschäftsführer Fabian Weist auf den demografischen Wandel und bietet eine Art „Großfamilienersatz“, denn jeder lebe zwar für sich, aber keiner allein und alle unter einem Dach. „Wir stellen uns den Anforderungen des Wohnens im Alter, denn jeder Vierte in Ostholstein ist über 60 Jahre alt, und im Jahr 2020 wird es jeder Dritte sein“, sagt Fabian Weist. Ein Mehrgenerationenhaus sei eine zeitgemäße Alternative zum klassischen Altersheim, denn viele ältere Menschen kämen gut ohne Hilfe aus. „Wir wollen diese geistige und physische Mobilität durch Anschluss auch an jüngere Familien verlängern und Vereinsamung vorbeugen“, sagt er. Erst wenn das nicht mehr gegeben sei, sei ein Altersheim ratsam.Realisiert wurde dieser Wohnansatz schon im Vorzeigeprojekt in Stockelsdorf, das 2009 mit dem Innovationspreis des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet wurde, und in Bad Schwartau. Derzeit hat die Wobau schon 120 Interessenten für Eutin, „doch erfahrungsgemäß schrumpft diese Zahl um mehr als 50 Prozent bis zur Fertigstellung“, sagt Weist. Deshalb können sich nach wie vor potenzielle Mieter bei der Wobau unter Telefon 045 21/79 000 melden oder vor Ort einen Interessentenbogen ausfüllen.

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