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22:16 31.05.2018
Die Museumsleiterin zeigt einen Kupferstich von Garteninspector Lewon.
Eutin

Die Wand steht im Eingangsbereich, auf den Bildschirmen gleiten kaleidoskopartig Szenen aus dem Schloss ineinander. Der fünf Minuten lange Film in Dauerschleife zeige „Appetithäppchen“ und solle Lust auf mehr machen, erklärt Brigitta Herrmann, Vorstand der Stiftung Schloss Eutin. „Wir wollen die Neugier der Besucher wecken und sie zum Besuch der Ausstellung animieren.“ In einer Garderobe und Schließfächern können Gäste nun auch Jacken und Taschen ablegen.

Es gibt viel Neues zu sehen und zu hören. Schloss Eutin lädt am Sonntag ab 12 Uhr zur Eröffnung der umgestalteten Süd- und Westflügel ein und präsentiert an diesem Tag erstmals weitere Ausstellungsstücke, Gemälde, Stiche. Mit Medienguide und einer Bildschirmwand hält neueste Technik Einzug.

Finanzspritze vom Land

Rund 500000 Euro hat die Neugestaltung von Süd- und Westflügel des Schlosses gekostet. 2019 sind Nord- und Ostflügel dran. Das Geld stammt aus Impuls-Mitteln des Landes.

Ein Leitsystem führt die Besucher auf ihrem Rundgang. Dafür entwickelte Stelen – in Form eines Vielecks, nachempfunden der Form der Kristalle an den Leuchtern – sind mit Stoff bespannt und farblich auf die einzelnen Räume abgestimmt. Sie transportieren die Informationen (Museumsleiterin Susanne Petersen: „Endlich keine laminierten Zettel mehr!“) und sind zugleich Beleuchtungssystem.

Im ersten Obergeschoss, der Beletage, ist das „Herzogliche Appartement“ neu konzipiert worden. Der jetzige Strackzimmer (früher Empfangszimmer) ist den Malern Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829) und Ludwig Philipp Strack (1762-1836) vorbehalten. Ausgestellt ist hier jetzt ein Porträt des Herzogs Peter Friedrich Ludwig (1755-1829) in reiferen Jahren, gemalt von Tischbein und eine private Leihgabe. Im Gartenkabinett nebenan sind detailreiche Kupferstiche des Eutiner Barockgartens von Garteninspector und Hofbaumeister Johann Christian Lewon (eigentlich Löwen, aber französisch war damals die elegantere Variante) zu bewundern.

Eine Leihgabe aus dem Haus Oldenburg sind zwei Thronsessel und ein Baldachin, die von Restaurator Markus Freitag aufgefrischt wurden. Das Ensemble steht im Roten Salon und stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Mit einer Leihgabe der herzöglichen Familie ist auch das Trauzimmer im Rundturm aufgewertet worden: An dem eigens für diesen Raum entworfenen Schreibtisch hat Großherzog Paul Friedrich August (1783-1853) einst seine Korrespondenz erledigt. Ein Blick in die Puderkammer, dann geht es durch das Schlafgemach der Herzogin (heute Europazimmer) in das Ankleidezimmer mit historischen und nachgeschneiderten Gewändern. Halbfigurinen im Boudoir ermöglichen es Besuchern, sich in das Tragen höfischer Kleidung einzufühlen – und einen Schnappschuss zur Erinnerung zu machen.

Ulrike Benthien

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