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Ostholstein Alte Bädertrasse als neue L 181?
Lokales Ostholstein Alte Bädertrasse als neue L 181?
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21:12 20.07.2016

Die Gemeinde Timmendorfer Strand sieht kaum noch Chancen für den Erhalt der Bäderbahn, wenn in einigen Jahren die neue Bahnstrecke zur Anbindung des Fehmarnbelt-Tunnels eröffnet wird. Damit steht die Frage an, wo künftig an der Neubaustrecke Bahnreisende von und nach Timmendorfer Strand ein- und aussteigen sollen. Die Bahn plant einen Haltepunkt in Neuhof, debattiert wird in Timmendorfer Strand aber auch ein gemeinsamer Bahnhof mit Ratekau. Kontakte mit der Nachbargemeinde hat es bereits gegeben, entschieden wurde aber noch nicht.

SPD-Fraktionsvize Klaus-Peter Ninnemann machte sich in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses für einen Doppel-Bahnhof in Ratekau stark und verband sein Plädoyer mit der Idee, die Trasse der Bäderbahn künftig als Umgehung von Hemmelsdorf zu nutzen. „Die Bestandstrasse ist wohl nicht zu halten, ich bedauere das sehr“, sagte Ninnemann den LN. Aber dass Gäste „in einem europaweit bekannten Badeort im Rapsfeld ankommen“, sei für ihn undenkbar, lehnte der SPD-Politiker einen Haltepunkt für Timmendorfer Strand in Neuhof ab. Die Landesstraße 181 sei zwar schon jetzt die am stärksten befahrene Landesstraße in Schleswig-Holstein. Ein Bahnhof Ratekau/Timmendorfer Strand werde den Verkehr nochmals steigern, biete aber „die große Chance, eine Umgehung für Hemmelsdorf zu bauen.“ Dafür könnte die alte Eisenbahntrasse vom jetzigen Timmendorfer Bahnhof bis nach Ratekau genutzt werden. Ninnemann: „Wenn wir schon einen Bahnhof verlieren, dann sollten wir Hemmelsdorf vom starken Verkehr entlasten.“ Nach seinem Eindruck wurde der Vorschlag in der Ausschusssitzung aufgeschlossen zur Kenntnis genommen.

Anlass war ein Bericht der Gemeinde zum Stand der Haltepunkt-Diskussion. Darin heißt es, vom Land gebe es keine Unterstützung für den Erhalt der Bäderbahn, auch der Kreis verfolge dies nicht mehr.

Die Planungshoheit für den von der Bahn vorgeschlagenen Haltepunkt Neuhof liege bei der Gemeinde Ratekau. Zu detaillierten Planungen eines gemeinsamen Bahnhof-Standortes sei es im zuständigen Arbeitskreis wegen Meinungsänderungen nicht gekommen, eine Positionierung der Timmendorfer Gemeinde-Gremien stehe deshalb aus. „Die Meinungsbildung sollte bei uns zum Spätsommer unter Bürgerbeteiligung wieder aufgenommen werden“, heißt es im Sachstandsbericht der Gemeinde.

pet

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