Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Alte Schule und neuer Schmuck
Lokales Ostholstein Alte Schule und neuer Schmuck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:27 08.11.2017
Lehrerpult, Klassenbücher, Tafel und Ranzen: Gaby und Wolfgang Brede mit Exponaten aus der Volksschule, die in der Lübecker Straße lag. Quelle: Fotos: S. Latzel

Mit Jürgen Bartels haben die Aktiven vom Verein Heimatmuseum Ahrensbök einen fleißigen Modell-Bauer in ihren Reihen. Sein neues Werk ist ein Nachbau der ehemaligen Volksschule, die von 1872 bis 1972 in der Lübecker Straße, vor der Marienkirche, zu finden war. „Generationen von Ahrensbökern sind dort zur Schule gegangen“, sagt Wolfgang Brede vom Heimatmuseum und blickt zufrieden auf das rotverklinkerte Gebäude im Kleinformat: „Die Klassen waren teilweise wirklich groß, teilweise bewegte sich die Klassenstärke zwischen 45 und 55 Schülern.“ Genau 1051 Schülerinnen und Schüler hatten Volks- und Mittelschule beispielsweise im Jahr 1947 an diesem Standort, davon kamen allein 558 Kinder aus Flüchtlingsfamilien. Im Jahr 1951 waren es 1029 Mädchen und Jungen, die in der Lübecker Straße zur Schule gingen.

Die rührigen Ehrenamtler vom Ahrensböker Heimatmuseum gehen mit einer Menge Neuigkeiten in die dunkle Jahreszeit: Sie richten einen „Klassenraum“ ein, bringen den Kalender 2018 auf den Markt – und eine Ahrensböker Schmuck-Kollektion gibt es auch.

Öffnungszeiten

Geöffnet ist das Heimatmuseum im Ahrensböker Bürgerhaus (Mösberg) donnerstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr. Allerdings wird ab dem 8. Dezember bis zum 28. Februar eine Winterpause eingelegt.

„Der Zustand des Gebäudes ließ nach dem Krieg aber zu wünschen übrig, und für den Erhalt wurde wenig getan“, berichtet Brede mit Bedauern. „Deswegen wurde die Schule schließlich im Sommer 1972 abgerissen.“ Von damaligen Unterrichtszeiten zeugen jetzt im neu eingerichteten „Klassenzimmer“ des Heimatmuseums im Bürgerhaus ein altes Lehrerpult, Klassenbücher, eine Tafel, eine Bank, ein Leder-Ranzen, eine gut erhaltene Uhr und diverse Fotos.

Einen weiteren Ausflug in die Vergangenheit bietet der Kalender 2018 für Ahrensbök. Die vierte Auflage – 200 Stück sind gedruckt worden – präsentiert für jeden Monat eine andere Luftaufnahme des Ortes. „Die Fotos sind in den 1950er und 1960er Jahren entstanden“, erklärt Brede, der von der guten Qualität angetan ist: „Die Bilder sind zum Teil gestochen scharf.“ Ein Kalender kostet elf Euro, verkauft werden die Exemplare in der Gemeindebücherei, bei „Lotto & More“ und „Casu“ (beides in der Plöner Straße) und im Geschäft „Kunst-Werk“ der Goldschmiedin Birgit Thieme (Lübecker Straße 10).

Birgit Thieme hat zudem nach den Ideen von Gaby Brede vom Heimatmuseum eine kleine Schmuck-Kollektion für Ahrensbök entworfen, die als Grundmotiv die „Ahrensböker Silhouette“ mit Kirche, Globus-Werk und Ziegelei aufweist. Dieses Design findet sich auf Ringen, Ansteckern, Krawattennadeln und Ketten-Anhängern, in Silber – glänzend oder weiß gesiedet – oder auch vergoldet. „Eine tolle Anregung“, meint die Goldschmiedin, die vorerst einige Modelle kreiert hat und den Ahrensböker Schmuck auf Wunsch individuell anfertigt. Die Preise für die einzelnen Stücke liegen zwischen 70 und 210 Euro – wer mag, kann sich jetzt also seinen Heimatort an die Wand oder um den Hals hängen beziehungsweise Ahrensböks Zentrum am Finger, an der Krawatte oder am Revers tragen.

 Sabine Latzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige