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Altenkrempe benötigt Kredite, um Straßen zu sanieren

Altenkrempe Altenkrempe benötigt Kredite, um Straßen zu sanieren

Die Kosten gehen in die Hunderttausende. Mehrere Großprojekte sollen bis Ende 2014 realisiert werden. Bürgermeister Peter Zink (ABA) betont die Notwendigkeit der Arbeiten.

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Projekt Nr. 4: Die Straße Steinklippen, die zur Försterei Bandorf führt, muss saniert werden.

Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter

Altenkrempe. Der Haushalt der Gemeinde Altenkrempe für das Jahr 2013 liegt bei 1,3 Millionen Euro. Davon sind laut Peter Zink 82 000 Euro für die Unterhaltung von Straßen vorgesehen. Eine Summe, die sich für den Laien nach viel Geld anhört, im Bereich des Straßenbaus aber schnell ausgegeben ist. Allein die Flickarbeiten nach dem Winter kosten nach Angaben von Bürgermeister Peter Zink (Aktive Bürger und Bürgerinnen Altenkrempe/ABA) Zehntausende. Somit überrascht es nicht, dass die Sanierung von Fahrbahnen kaum zu finanzieren ist, ohne neue Schulden zu machen.

Dennoch stehen bis Ende 2014 mehrere Großprojekte an. Kein Wunder bei einem Straßennetz, das — verglichen mit der Einwohnerzahl von 1039 Menschen — mit 45 Kilometern groß ausfällt.

Los gehen soll es in der Straße „Dornbusch“ am Ortseingang von Altenkrempe von Neustadt kommend. Ein Abschnitt der Oberflächenentwässerung muss erneuert werden. „Von Haus Nummer 2 bis hin zum Spielplatz ist das Rohr teilweise kaputt und voller Wurzelwuchs. Zwar kann man die Situation durch Spülen entschärfen, jedoch ist dies keine langfristige Lösung“, betont Zink. Deshalb soll nun für rund 70 000 Euro eine neue Leitung verlegt werden. „Bislang verläuft die Entwässerung zum Teil auf dem Gelände von Anwohnern. Die neue muss aber unterhalb der Straße verlegt werden“, sagt Zink. 2014 soll zudem eine neue Verschleißdecke aufgetragen werden — die Kosten wurden noch nicht ermittelt.

Deutlich umfangreicher könnte im kommenden Jahr der geplante Ausbau der Strecke zwischen Sierhagen und Kassau werden. „Als wir 2012 in die Planung gegangen sind, wurde eine Summe von 804 000 Euro ermittelt. Das können wir nicht finanzieren. Zudem wurde eine Förderung durchs Land abgelehnt — mit der Begründung, dass keine finanziellen Mittel für den ländlichen Wegebau vorhanden seien und die jetzige Landesregierung andere Prioritäten setze“, berichtet Zink.

Mittlerweile gibt es aber eine etwa 500 000 Euro günstigere Variante. Diese sieht vor, dass die Fahrbahn oberflächlich abgefräst wird. Anschließend soll eine Art Gitter verlegt und darauf die Trag- und Deckschicht aufgebracht werden. „Die Straße wäre dann zehn Zentimeter höher und die Planerin hat uns gesagt, dass die Straße dann genauso haltbar wäre wie ein Vollausbau, nämlich rund 20 Jahre“, so der Bürgermeister. Einen Haken gebe es dennoch. Die Gemeinde müsste einen Kredit aufnehmen und die Anwohner müssten 35 Prozent der Kosten tragen. „Den größten Anteil müsste wohl das Gut Sierhagen übernehmen. Wir werden aber noch in einer Einwohnerversammlung informieren“, versichert Zink.

Des Weiteren soll 2014 der Sibstiner Weg innerhalb des Ortes ausgebessert werden. „An acht oder neun Stellen ist die Fahrbahn abgesackt. Zudem ist die Oberflächenentwässerung alt und marode und muss erneuert werden“, sagt Zink. Erste Kostenberechnungen sahen Ausgaben in Höhe von 600 000 Euro vor. Da sich die Gemeinde dies nicht leisten kann, werde auch hier nach einer günstigeren Variante gesucht.

Ebenso unklar ist, wie teuer die Instandsetzung des Weges Steinklippen (Kassau in Richtung Försterei Bandorf) wird. „Da sind Schlaglöcher, die grenzwertig sind. Jedoch gibt es dort nur zwei Anlieger und diese müssten 85 Prozent der Kosten übernehmen“, sagt Zink. Doch ganz gleich, ob die Anwohner beteiligt werden, die Gemeinde Altenkrempe muss in den kommenden 18 Monaten Hunderttausende Euro investieren. Schulden sind somit gewiss.

Infos über die Arbeiten gibt es am 2. September in der Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Altenkrempe.

Sebastian Rosenkötter

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