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Ostholstein „Altes Pastorat“ in Gleschendorf wird feierlich wiedereröffnet
Lokales Ostholstein „Altes Pastorat“ in Gleschendorf wird feierlich wiedereröffnet
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22:23 29.10.2013
Mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang wird das „Alte Pastorat“ nach umfangreicher Sanierung am Sonntag wiedereröffnet. Quelle: hfr
Gleschendorf

Nach knapp sechsmonatiger Bauzeit eröffnet die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Gleschendorf am Sonntag, 3. November, ihr „Altes Pastorat“ wieder. Das Haus wurde im vergangenen Jahr 200 Jahre alt. Ein stolzes Alter. Aber die Jahre sind nicht spurlos an ihm vorbei gegangen.

Erbaut zu Zeiten Napoleons hat es im Laufe der Jahrhunderte zwar einige Renovierungen und Modernisierungen erfahren, ist in seiner äußeren Gestalt aber weitgehend erhalten geblieben. Doch den neueren energetischen Ansprüchen an Wohngebäude entsprach es längst nicht. So entschloss sich die Kirchengemeinde zu einer umfangreichen Sanierung des Hauses, das seit langem über die kirchliche Nutzung hinaus von unterschiedlichen sozialen und kulturellen Gruppen in den Dörfern des Kirchspiels Gleschendorf genutzt wird.

Erstaunlicherweise zeigte sich die Substanz des Hauses in guter Verfassung. Der Dachstuhl wurde verstärkt und gedämmt, alle Außenwände wurden, unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes, von innen gedämmt, Strom- und Wasserleitungen neu verlegt, ebenso neue Bodenbeläge und Fliesenarbeiten, neue Dachfenster und Sanitärinstallationen.

Äußerlich auffälligste Veränderungen sind die nun roten Dachpfannen und ein cremefarbener Anstrich. Weiterhin gibt es eine Holzpellet-Heizung. „Alle Sanierungsmaßnahmen zusammen ergeben Energiewerte, die sich mit modernen Bauten messen können. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu CO2-Neutralität des Kirchenkreises Ostholstein im Jahre 2050“, heißt es in der Mitteilung der Kirche. Finanziert wurde die energetische Sanierung mit Mitteln der politischen Gemeinde Scharbeutz, einer großzügigen Förderung durch die Aktiv-Region Innere Lübecker Bucht, Mitteln des Kirchenkreises, des Denkmalschutzes und aus Eigenmitteln der Kirchengemeinde. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf 521 000 Euro. Das ortsbildprägende Haus soll weiterhin neben der Nutzung durch die Kirchengemeinde auch anderen Gruppen offen stehen.

Am kommenden Sonntag ab 11 Uhr lädt die Kirchengemeinde Gleschendorf alle Interessierten zur Wiedereröffnung des „Alten Pastorates“ ein. Die Festlichkeiten beginnen bereits um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Feldsteinkirche. Im Anschluss daran wird zum Empfang in das „Alte Pastorat“ gebeten. Alle Gäste sind dort zu einem kleinen Imbiss geladen und haben die Möglichkeit, sich bei einer Führung selbst ein Bild von den erfolgten Arbeiten zu machen oder einen Vortrag zur Geschichte des „Alten Pastorates“ von Regina und Wolfram Kummer, den Verfassern der Gleschendorfer Chronik, zu hören.

LN

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