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Ostholstein An Weihnachten stets zu Diensten
Lokales Ostholstein An Weihnachten stets zu Diensten
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21:28 21.12.2017
Mit Glocke, Mantel, Rauschebart und Geschenkesack macht sich Sascha Horn an Heiligabend auf zu den Familien. Quelle: Fotos: Beke Zill
Malente

Seit fünf Jahren ist der Rettungssanitäter im Dienste von Weihnachten zwischen Lütjenburg und Bockholt unterwegs. Von 15 bis etwa 21 Uhr bringt der 27-Jährige die Geschenke. Auch am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag schiebt er Schichten. Seit einem Weihnachtsmann-Seminar in Malente im Jahr 2012 ist er jedes Jahr zu Weihnachten unterwegs. „Mir macht das unglaublich viel Spaß“, sagt der Malenter. Es sei einfach toll, das Strahlen der Kinder und glückliche Familien an Heiligabend zu sehen. Er hat bereits Stammkunden, zu denen er mit Rauschebart, rotem Umhang, Brille und Glocke fährt.

Am Morgen von Heiligabend steigt bei vielen Kindern die Spannung. Wann kommt endlich der Weihnachtsmann? Bei einigen Familien in Ostholstein ist plötzlich ein lautes Klingeln vor dem Haus zu hören. Mit seiner Glocke läutet Sascha Horn seine anstrengendste Zeit des Jahres ein.

„Es ist schön zu sehen, wie die Kinder größer werden“, sagt er.

Für jede Familie, die er als Weihnachtsmann besucht, nimmt er sich etwa 30 Minuten Zeit. Für die Ankunft hat er ein festes Ritual: „Ich mache mich mit meiner Schiffsglocke schon draußen bemerkbar“, erzählt er. In seinem roten Weihnachtsmann-Sack hat er die Geschenke verstaut. Nach dem Läuten ruft er „Ho, ho, ho“, stampft und poltert. Wenn er das Zimmer betritt, sind die Reaktionen der Anwesenden ganz unterschiedlich. „Die Erwachsenen freuen sich meist mehr als die Kinder“, sagt er lachend. Die Jüngsten hätten erst einmal eher Angst und gingen lieber auf Distanz. Für diesen Fall hat er immer Schokolade und Zuckerstangen dabei. „Jeder bekommt etwas, keiner geht leer aus. Das kann nicht sein, dass es vom Weihnachtsmann nichts gibt.“

Aber nicht nur Leckereien hat der Weihnachtsmann dabei. In seinem goldenen Buch sammelt er viele Informationen über die kleine Kundschaft, die ihm die Eltern vorher mitteilen. „Ich weiß sehr viel über die Kinder“, sagt er. Wenn er gute Leistungen oder besondere Momente lobt, hören die Kinder aufmerksam zu. Der Weihnachtsmann habe eine pädagogische Wirkung. Wenn er was sage, dann werde das auch gemacht. Der Job als Geschenke-Bote mache viel Spaß, sei aber auch harte Arbeit.

Zu einem gekonnten Auftritt gehört ein gutes Kostüm. „Meins ist komplett selbst gemacht. Ich habe es aus Wolldecken genäht“, erzählt Horn. Er achte sehr auf Details. Vor Herausforderungen stellt ihn jedes Jahr wieder das wichtigste Utensil eines Weihnachtsmannes. „Es ist schwierig, den richtigen Bart zu finden.“ Mittlerweile habe er den vierten. Für 2018 wünscht er sich ein blaues Weihnachtskostüm, „weil es ursprünglich so war“, sagt Horn.

Wenn er seine Kostümierung am späten Abend im eigenen Zuhause abgelegt hat, schlafen seine Kinder Fabienne (19 Monate) und Maximilian (acht Monate) schon. Zusammen mit seiner Frau Sabrina (31) feiert die Familie am ersten Weihnachtstag. „Ich finde es schön, wenn morgens die Geschenke kommen“, sagt Sascha Horn. Für ihn sei Weihnachten mit Abstand die schönste Zeit im Jahr. Aber in dieser Zeit sei er auch am meisten beschäftigt. Er nimmt die Anstrengungen aber gerne in Kauf. „Es ist das Größte für mich, wenn die Kinder glücklich sind.“

Bald werden aber auch seine Kinder nach dem Weihnachtsmann fragen. Für Sascha Horn kein Problem. „Wenn Papa schon der Weihnachtsmann ist, braucht kein anderer mehr zu kommen.“

Von Beke Zill

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