Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Analyse: So lief es im Wahlkreis 9
Lokales Ostholstein Analyse: So lief es im Wahlkreis 9
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:24 25.09.2017
Der Wahlkreis 9 umfasst den Kreis Ostholstein, die Stadt Reinfeld und das Amt Nordstormarn. Quelle: LN-Grafik
Ostholstein/Nordstormarn

Der 57-jährige Gädechens liegt im Wahlkreis 9 um 21 Uhr mit 41,8 Prozent unerwartet klar vor der entschiedenen Beltquerungs-Gegnerin Hagedorn mit nur 30,1 Prozent. Damit behauptet er sein Bundestagsdirektmandat. Hagedorn behält, gut abgesichert auf Platz 1 der Landesliste, aber ihr Mandat in Berlin, das sie seit 2002 innehat.

Mehr zum Thema

Alle Ergebnisse aus Ihrem Wahlkreis 9 

Alles zur Bundestagswahl lesen Sie auf unserer Themenseite

Live-Ticker: Die Bundestagswahl in Lübeck und Umgebung

Live-Ticker: Die Bundestagswahl aus Sicht unserer Berliner Kollegen

Nachrichten, Geschichten und Kandidaten-Porträts aus dem Wahlkreis 9 (Ostholstein und Stormarn-Nord)

Diskutieren Sie die Bundestagswahl 2017 mit uns auf Facebook (Ostholsteiner Nachrichten)

Doch Hagedorns Nein zur Beltquerung zahlt sich nicht – wie von ihr erhofft –  aus. Sie muss, gemessen an ihren früheren Ergebnissen (erst 2009 verlor sie ihr früheres Direktmandat) eine herbe Niederlage hinnehmen. Zeitweilig fällt sie, als am Wahlabend die Ergebnisse auflaufen, sogar unter die 30-Prozent-Marke, liegt am Ende aber trotzdem noch deutlich über dem für die SPD frustrierenden Bundesergebnis.

Im Vergleich zu 2013 kann Gädechens seinen Vorsprung gegenüber Hagedorn von 45,9 zu 37,1 Prozent nochmals vergrößern. Aber beide müssen Einbußen hinnehmen, bei den Zweitstimmen fallen sie – passend zum Bundestrend – für ihre Parteien sogar noch deutlicher aus. Die CDU verfehlt mit 35,6 Prozent das damalige Ergebnis von 41,2 Prozent deutlich, die SPD kommt auf magere 24,6 Prozent (gegenüber 31,5 Prozent im Jahr 2013).

Größter Gewinner ist die FDP, die mit triumphalen 13,2 Prozent mit Abstand drittstärkste Kraft im Wahlkreis wird. Ganz überraschend kommt das nicht: Selbst 2013 lag sie bei 6,2 Prozent und damit – im Jahr als die Liberalen aus dem Bundestag flogen – dennoch deutlich über dem Bundesdurchschnitt. In Timmendorfer Strand erreichen die Liberalen mit 19,1 Prozent ihr Spitzenergebnis. Der Badeort war schon bei der Landtagswahl im Mai mit 18,6 Prozent ihre Hochburg.

Dahinter liegen die Grünen mit 9,8 Prozent vor der AfD mit 8,6 Prozent und den Linken mit 6,0 Prozent. Lange Zeit gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Grünen und der AfD um Platz vier, den die Grünen schließlich doch noch deutlich für sich entscheiden.

Die AfD-Hochburgen liegen in Nordstormarn, einzig in Neukirchen (12,5 Prozent), Wangels (10,4 Prozent), Manhagen (10,3 Prozent) und Dahme (10 Prozent) schaffen sie in Ostholstein zweistellige Ergebnisse. Dort schnitt die Partei – bis auf Manhagen – auch schon bei den Landtagswahlen am besten ab, lag damals aber noch jeweils unter acht Prozent.

Top-Erfolge für die Grünen gibt es in Damlos (14,1 Prozent), Eutin (12,7 Prozent) und Göhl (11,6 Prozent), für die Linke in Großenbrode und Göhl (jeweils 9,6 Prozent).

Das vorläufige Endergebnis präsentiert die Kreisverwaltung in Eutin kurz vor 23 Uhr. Als letzter Wahlbezirk hat zuvor die Stadt Fehmarn ihre Ergebnisse gemeldet.

Erfreulich an diesem Wahlabend: Die Wahlbeteiligung liegt bei 76,3 Prozent. Ein leichter Aufwärtstrend – denn 2013 gingen nur 73,3 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!