Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Anerkennung nach dem Großbrand-Einsatz
Lokales Ostholstein Anerkennung nach dem Großbrand-Einsatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:56 16.11.2018
Spende für die Heiligenhafener Einsatzkräfte nach dem Großbrand (v. l.): Michael Mohr und Thorsten Isenberg vom ASB, Spender Günter H. Rohde zu Rodenburg, Frauke Klinckhamer von der Sparkasse, der stellvertretende Wehrführer Olaf Heisler und Kassenwart Marc Wegener. Quelle: Markus Billhardt
Heiligenhafen

Es war für die Freiwillige Feuerwehr Heiligenhafen der größte Einsatz des Jahres. Gemeinsam mit der Großenbroder Wehr waren insgesamt bis zu 70 Feuerwehrleute bei dem Großbrand in der Hafenstraße in Heiligenhafen in der vergangenen Woche in Aktion, unterstützt vom Arbeiter-Samariter Bund (ASB). Ein Nachbar wollte den Ehrenämtlern jetzt seinen Respekt dafür erwiesen.

„Wir freuen uns sehr darüber. Das ist nicht alltäglich“, sagt Marc Wegener, Kassenwart der Heiligenhafener Wehr. Günter Rohde zu Rodenburg, der im „Speicher“, dem Nachbarhaus der Brandruine wohnt, zeigte sich mit je 250 Euro für die Feuerwehr und den ASB erkenntlich: „Das lag mir und meiner Frau sehr am Herzen.“ Man habe sich bei den Einsatzkräften gut aufgehoben gefühlt.

Spende für die Heiligenhafener Einsatzkräfte nach dem Großbrand (v. l.): Michael Mohr und Thorsten Isenberg vom ASB, Spender Günter H. Rohde zu Rodenburg, Frauke Klinckhamer von der Sparkasse, der stellvertretende Wehrführer Olaf Heisler und Kassenwart Marc Wegener. Quelle: Markus Billhardt

Als er das Feuer sah, sei er schon etwas unruhig geworden, schildert der Spender, der ursprünglich aus Gremersdorf stammt. Es sei ein netter Herr gekommen und habe gesagt, man müsse zur Sicherheit alle Bewohner evakuieren. „Es kam keine Hektik auf, es wurde eher Ruhe verbreitet“, erinnert sich Rohde zu Rodenburg an den Dienstagabend. Insgesamt 16 Personen wurden während der Löscharbeiten in das Gerätehaus gebracht, wo sich der ASB und die Feuerwehr um die Menschen kümmerten.

„Auf eine Wiederholung stehen wir nicht – und sind natürlich lieber zu Hause, aber diese Hilfsbereitschaft haben wir nicht erwartet“, sagt Rohde zu Rodenburg. Neben der Betreuung der Bewohner des Nachbarhauses war der ASB auch während der ganzen Zeit vor Ort an der Brandstelle. Man habe einen Brandschützer wegen Erschöpfungszustand behandelt, aber ansonsten nicht groß in Erscheinung treten müssen, erläutert Thorsten Isenberg, Einsatzleiter des ASB.

Gebäude war nicht mehr zu retten

Die Unterstützung durch die Bevölkerung sei insgesamt groß gewesen. Beim Einsatz sei man mit Brötchen und Kaffee versorgt worden und ein anderer Nachbar habe ebenfalls schon eine kleine Spende abgegeben, betont der stellvertretende Wehrführer Olaf Heisler, der zufällig mit Heiligenhafens Wehrführer Michael Kahl beim Essen war, als der Vollalarm ausgelöst wurde.

Bis Dienstagnacht hatte die Feuerwehr durch das Aufflackern von Brandnestern unermüdlich zu tun. Das Gebäude war schließlich nicht mehr zu retten und der Abriss angeordnet. Mittlerweile stehen von dem Haus, das auch schon seit einiger Zeit zum Verkauf stand, nur noch die Grundmauern des Erdgeschosses. Wie es jetzt weitergeht, ist indes noch unklar.

Markus Billhardt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ab 26. November wird die Hindenburgallee für etwa ein Jahr gesperrt. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr investiert 1,4 Millionen Euro. Die alte Brücke ist mehr als 100 Jahre alt.

16.11.2018

Im Mordprozess um die Tötung einer Frau in Wulfsdorf sehen die Anwälte des Angeklagten die Mordmerkmale nicht erfüllt. Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Haftstrafe mit der besonderen Schwere der Schuld.

16.11.2018

Das Restaurant „Olive“ am Kurpark ist geschlossen. Der letzte Pächter musste Insolvenz anmelden. Nun plant die Bad Schwartauer Asklepios Klinik den Gastronomiebetrieb in Eigenregie zu führen. „Wir wollen einen kompletten Neustart“, kündigt Asklepios-Standortmanager Stefan Meiser an.

16.11.2018