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Ostholstein Angler: Baglimit muss weg
Lokales Ostholstein Angler: Baglimit muss weg
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23:35 13.06.2018
Lars Wernicke will die Abschaffung des „Baglimits“ für Dorsch.
Heiligenhafen

„Das Angeln auf Dorsch hat eine erhebliche Bedeutung für den Tourismus an der Ostseeküste“, sagt Initiator Lars Wernicke gegenüber den LN. Und weiter: „Motivierend für die Angler ist die Hoffnung auf einen außergewöhnlichen Fang. Auch wenn sich dieses Ziel nicht immer erfüllt, ist die Chance darauf ein wesentliches Motiv für einen Angelurlaub oder eine Kurzreise an die Ostseeküste.“

Wernicke meint jedoch, dass die Chance beim Dorsch durch das „Baglimit“ aber von vornherein reduziert werde, so dass viele Angeltouristen Reisen an die Ostseeküste nicht mehr reizvoll finden. „Wer würde denn noch Lotto spielen, wenn der Gewinn von vornherein auf 100 Euro beschränkt wäre?“, meint er lakonisch.

Das „Baglimit“ wurde von Politik und Wissenschaft für den Wiederaufbau der Dorschbestände eingeführt. Allerdings mit erheblichen Folgen für die Küste (LN berichteten). Der Angeltourismus in Ostholstein verzeichnete Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent, Verluste von Arbeitsplätzen drohen ebenso wie die Aufgabe von Familienbetrieben. Denn gerade die Angelschiffe, Angelgeschäfte und Vermieter sind vom Ausbleiben der Touristen stark betroffen.

Laut ICES (International Council for the Exploration of the Sea = zu deutsch: Internationaler Rat für Meeresforschung) soll der Dorschbestand 2019 aber wieder im Bereich der nachhaltigen Nutzung sein. Der Rat empfiehlt deshalb wieder eine Erhöhung der Fangquoten.

Wernicke: „Wir Angler fordern im Rahmen der Verteilungsgerechtigkeit eine Anpassung unserer Fangmengen. Und zwar analog der Erhöhung der Fangquoten der kommerziellen Fischerei. Bereits eine Erhöhung um 50 Prozent würde eine Abschaffung des ,Baglimits’ bedeuten. Und das würde der Wirtschaft hier einen sofortigen Auftrieb geben.“

 lg

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