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Ostholstein Anlieger protestieren gegen Ahrensböker Neubaugebiet
Lokales Ostholstein Anlieger protestieren gegen Ahrensböker Neubaugebiet
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21:37 29.05.2018
Die Löhnskoppel schiebt sich zwischen die Häuser am Grevesmühlener Weg (links) und der Arnesbokenhalle (rechts hinten.) Quelle: Foto: Peyronnet
Ahrensbök

Das ruft den Widerstand der jetzigen Bewohner des Viertels hervor. Sie führen eine Reihe von Argumenten gegen das Baugebiet „Löhnskoppel“ an. Und sie fürchten um ihren freien Blick übers Feld. Vor allem aber halten sie das Baugebiet aus vielen Gründen für schwierig, wenn nicht gar für nicht zu realisieren. In einem Brief an Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos), den bisherigen und den künftigen Bauausschuss der Gemeinde Ahrensbök, haben die Gegner ihre Argumente aufgelistet. „Mit Entsetzen“, heißt es dort, hätten sie von den Plänen der Gemeinde erfahren, die „für viele Anwohner negative Auswirkungen auf die Lebensqualität in Ahrensbök“ haben würden.

Ein geplantes Baugebiet sorgt für Ärger. Im jüngsten Bauausschuss der Gemeinde Ahrensbök fassten die Kommunalpolitiker den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 67. Zwischen der Straße Am Piepenbrook und der Arnesbokenhalle sollen 110 Bauplätze entstehen.

„Das ist die einzige grüne Fläche, die wir im Ort haben." Hans-Peter Winkels, Sprecher der Anwohner

Info-Abend

Mit einer Informationsveranstaltung will die Gemeinde Ahrensbök alles Wissenswerte zum Baugebiet darlegen. Bürgermeister Zimmermann sagte, diese Veranstaltung könne vielleicht noch vor den Ferien stattfinden.

Konkrete Probleme sehen die Verfasser des Briefes bei der Entwässerung in dem hügeligen Gebiet, in der Zuwegung und dem damit verbundenen Verkehrsaufkommen, in den Schwierigkeiten, die mit der Nähe der vorhandenen Sportstätten zu tun hätten (Lärm und Flutlicht) und im Baulärm während der Bauzeit.

„Wir haben doch bessere Gebiete“, sagt Hans-Peter Winkels, der Sprecher der Bewohner im vorhandenen Baugebiet. Er und seine Nachbarn haben dort 1994/95 gebaut. Die Fläche der Löhnskoppel wurde damals als Ausgleichsfläche ausgewiesen, sollte aufgeforstet werden. Dazu ist es nie gekommen. Das Gelände wird bis heute beackert. Von einer Bebauung sei jedoch nie die Rede gewesen.

Die Gegner des neuen Baugebietes sehen viel besser geeignete Areale in Ahrensbök. Etwa auf dem ehemaligen Globusgelände, dem ehemaligen Ziegeleigelände oder auf den Äckern zwischen Ahrensbök und Barghorst. Das Gelände am Piepenbrook sollte frei bleiben. Winkels: „Das ist die einzige grüne Fläche, die wir im Ort haben. Wenn ich mir vorstelle, dass dort nur noch Häuser stehen . . .“

Bürgermeister Zimmermann verweist darauf, dass sich die Kommunalpolitiker ein Jahr lang alle denkbaren Flächen für Neubaugebiete angesehen haben und nach intensiver Prüfung nur die Löhnskoppel übrig geblieben sei. Bei allen anderen Vorschlägen sprächen schwerwiegende Gründe dagegen.

Auf der Löhnskoppel sei eine Mischbebauung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Hinsichtlich der Konflikte mit den Sportanlagen sagt Zimmermann, dass die Gemeinde dazu ein Gutachten eingeholt habe, wonach die Bebaubarkeit zulässig sei.

Zimmermann verweist darauf, dass die Gemeinde seit zwei Jahren eine große Nachfrage nach Bauland verspüre, von Auswärtigen ebenso wie von Ahrensbökern. „Wir hoffen, dass wir junge Leute im Ort halten können.“

 Susanne Peyronnet

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