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Ostholstein Anlieger wollen keine Straßensanierung
Lokales Ostholstein Anlieger wollen keine Straßensanierung
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20:12 24.02.2017

Zwei kleine Straßen in Pelzerhaken mit ihrer sandigen Oberfläche und zahlreichen kleineren und größeren Schlaglöcher sorgen für großen Ärger. Nachdem die Politik im vergangenen Jahr beschloss, Birkenweg und Eschenweg für rund 580000 Euro erneuern zu lassen, machen die Anwohner mobil. Donnerstagabend nutzte eine von ihnen, Gabriele Walter, die Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenversammlung, um für einen Erhalt des aktuellen Zustands zu werben. Die Anliegerin betonte, dass 24 von 28 Grundstückseigentümern absolut gegen das Vorhaben seien. „Wir wollen das urtümliche Bild Pelzerhakens erhalten. Das sind Straßen ohne öffentliches Interesse“, betonte Gabriele Walter. Ob es auch einen Zusammenhang zu den entstehenden Kosten gibt, dazu sagte sie nichts.

Bauamtsleiterin Antje Weise hingegen sagte den LN, dass 85 Prozent der Gesamtsumme umgelegt würden. Im Schnitt wären das rund 17600 Euro pro Eigentümer. Die Bauamtsleiterin verwundert die Initiative der Betroffenen. Seit 1977 habe es immer wieder Schreiben an die Stadt gegeben, in denen sich Anlieger über Staub im Sommer, Schlaglöcher sowie Pfützen im Winter beklagen würden. Zudem versande die Kanalisation regelmäßig. All dies würde extra Kosten verursachen. „Wir haben einen permanenten Unterhaltungsbedarf, müssen die Fahrbahnen jährlich ausbessern, den Kanal spülen. Das kostet 4000 Euro pro Jahr“, sagte Weise. Diese Summe würde von allen Neustädter gezahlt. Zudem sei es Standard, dass Straßen saniert und erneuert würden.

Die Neubaukosten des Sandberger Weges seien ebenfalls umgelegt worden und vermutlich würden auch Anlieger des Eschenweges und des Birkenweges dort entlangfahren, wie Weise darstellte. „Ich finde das aktuelle Verhalten unsolidarisch. Der Aufwand der Straßenreinigung ist jetzt schon viel höher. Hinzu kommt der Winterdienst. Diese Arbeiten sind nicht in den 4000 Euro enthalten.

Darüber hinaus betonte sie, dass die Stadtwerke ebenfalls Handlungsbedarf sehen und 600000 Euro investieren wollen. Die Kosten würden jedoch nicht umgelegt. Auch erläuterte Antje Weise, dass kein Luxusausbau geplant sei, sondern lediglich eine fünf Meter breite gepflasterte Fläche mit Bordstein.

Sebastian Rosenkötter

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