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Ostholstein Anny-Trapp-Preis — Auszeichnung zum 25. Mal verliehen
Lokales Ostholstein Anny-Trapp-Preis — Auszeichnung zum 25. Mal verliehen
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22:18 21.12.2015
Gisela Poersch (r.) freute sich als Vorsitzende des Anny-Trapp-Vereines mit den verdienten Preisträgerinnen und Preisträgern und ihren Familien: Bernhard Kardell, Klaus Boeddecker, Gisela Henkel, Ulrich Henkel, Ministerin Kristin Alheit, Hendrike Cursiefen, Bennet Severin, Markus Severin, Maike Cursiefen und Djamschid Rahbarnia (v. l.). Quelle: Astrid Jabs

Eine Feierstunde mit Herz, so ließe sich die 25. Verleihung des Anny-Trapp- Preises für besonderes soziales Engagement am gestrigen Abend im Bürgerzentrum an der Stoltenbergstraße beschreiben. Denn mit Sabine Severin und Hendrike Cursiefen als Eutiner Organisatorinnen von „Weihnachten im Schuhkarton“ und Gisela Henkel, Ulrich Henkel, Klaus Boeddecker und Djamschid Rahbarnia, die als „Krummseer Kümmerer“ Flüchtlinge begleiten, wurden zwei Preisträger geehrt, die nicht nur Zeit und Energie einbringen, sondern auch mit ganzer Herzenskraft für ihre Sache aktiv sind. „So kurz vor Weihnachten guckt man ein bisschen anders darauf, was wichtig ist“, formulierte Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) in ihrer Ansprache und bescheinigte dem nördlichsten Bundesland mit seinem ländlichen Charakter Vorteile auf der menschlichen Bezugsebene. „45 Prozent der Menschen sind hier ehrenamtlich aktiv“, so Alheit.

In besonderer Weise sei „Weihnachten im Schuhkarton“ dem Sinn der Weihnachtszeit verbunden, so Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete, in ihrer Laudatio. Seit 20 Jahren sei die bundesweit vom Verein „Geschenke der Hoffnung“ organisierte Aktion kontinuierlich in Eutin präsent, seit acht bzw. drei Jahren übernehmen Sabine Severin und Hendrike Cursiefen für die Sammlung von Weihnachtspäckchen für Kinder in Ländern wie Weißrussland, Bulgarien oder Polen die Verantwortung. Sie koordinieren, informieren, sammeln, lagern und steuern aus einem eigenen Sachspendenfond Gaben bei. „Die Vorstellung, wie die Augen dieser Kinder glänzen, ist uns Ansporn und riesengroße Freude zugleich. Wir freuen uns sehr und fühlen uns geehrt“, dankte Hendrike Cursiefen auch im Namen der erkrankten Sabine Severin für den mit 1500 Euro dotierten Preis.

Den Sonderpreis zum Jubiläum, verknüpft mit 500 Euro, überreichte die Landtagsabgeordnete Regina Poersch (SPD): „Diesen Preis gibt es nicht jedes Jahr, aber wir hatten auch kein Jahr wie jedes Jahr.“ Ende 2015 werden 50000 Menschen auf der Flucht nach Schleswig-Holstein gekommen sein: „Das ist eine humanitäre Frage, die wir beantworten und lösen müssen.“ Die insgesamt 15 Krummseer Kümmerer geben diese Antwort seit gut einem Jahr täglich: mit Deutschunterricht, Rat und Tat und menschlicher Nähe. „Aus einem Funken wurde allmählich ein wärmendes Feuer“, berichtete Gisela Henkel.

Für die jungen Männer in der Alten Schule in Krummsee ist sie „Mama Gisela“ und sie ihrerseits spricht von „unseren Jungs“. Einen Wunsch für 2016 hatte Henkel auch: eine regelmäßige Kommunikation mit der Gemeinde und ein Miteinander auf Augenhöhe.

LN

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