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20:24 11.01.2017
Silke Börke (r.) – hier mit Bürgervorsteherin Brigitte Brill und Bürgermeister Jörg Weber – ist Fehmarns neue Gleichstellungsbeauftragte. Quelle: Foto: Gjs

Die Stadt Fehmarn hat wieder eine Gleichstellungsbeauftragte. Bürgermeister Jörg Weber (SPD) stellte Silke Börke (43) gestern im Burger Rathaus vor. Sie ist Nachfolgerin von Sina Lampe, die aus persönlichen Gründen nach nur einem Jahr auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist.

Silke Börke stammt ursprünglich aus der Lüneburger Heide, hat in Celle ihr Abitur gemacht und danach in Münster studiert. Die Diplom-Geografin entschied sich in ihren Nebenfächern damals für öffentliches Recht und Politik – das kommt ihr jetzt zugute.

Aus privaten Gründen verschlug es sie nach Fehmarn, wo Silke Börke seit 17 Jahren lebt. Acht Jahre war sie selbstständig im Bereich Mode tätig, ist verheiratet und hat drei Kinder: zwölf Jahre alte Zwillings-Söhne und eine siebenjährige Tochter. Und jetzt die neue Herausforderung: „Das ist meine Chance, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Ich hoffe, ich kriege es gut hin.“ Weil Dienstagabend der Hauptausschuss ausfiel, nahmen auch mehrere Stadtvertreter an der Vorstellung teil.

Börke hat bereits ziemlich klare Vorstellungen über ihr künftiges Aufgabenfeld. Als Gleichstellungsbeauftragte möchte sie sich dafür einsetzen, „Lebensqualitäten und Perspektiven der Bürgerschaft Fehmarns zu verbessern“. Dabei geht es ihr vor allem um rechtliche wie tatsächliche Gleichstellung im öffentlichen Dienst, aber auch im privaten Bereich. Das Spektrum reicht von beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und Frauen in Führungspositionen bis zum Wiedereinstieg nach Auszeiten oder Beschwerden über Benachteiligungen. Sie möchte Ansprechpartnerin für alle sein, auch für Männer.

Sie bietet ab sofort eine regelmäßige Sprechstunde im Rathaus an. Aber: „Ich bin flexibel.“ Gespräche könnten auch woanders stattfinden, im Café oder im Strandkorb – wenn gewünscht. Börke: „Das hilft vielleicht in dem einen oder anderen Fall, Hemmschwellen abzubauen.“ Bei Bürgermeister Weber stößt dies auf Zuspruch. Denn dadurch könnte im Einzelfall auch eines der größten Probleme des historischen Rathauses gelöst werden: die fehlende Barrierefreiheit.

Außerdem plant Silke Börke Informationsabende mit Themen wie „Frauen und Beruf“ oder „Frauen in die Politik“. Wie ihre Vorgängerinnen wird auch sie an einigen Ausschuss-Sitzungen teilnehmen, ebenso an Arbeitskreisen auf Kreis- und Landesebene. Bürgermeister Weber hält den Bedarf für eine Gleichstellungsbeauftragte auf Fehmarn weiterhin für gerechtfertigt. Die hauptamtliche Stelle umfasst 14 Stunden in der Woche.

Sprechstunde: mittwochs 9 bis 12 Uhr, Rathaus Burg, 1. Obergeschoss, Zimmer 17 (Tel. 04371/506160, E-Mail an s.boerke@stadtfehmarn.de).

Gerd-J. Schwennsen

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