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Ostholstein Antrag für Bürgerentscheid um Dahmer Schwimmbad
Lokales Ostholstein Antrag für Bürgerentscheid um Dahmer Schwimmbad
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18:23 03.06.2017
„Ich möchte die Dahmer mitnehmen.Bürgermeister Harald Behrens
Dahme

Über die Zukunft des Dahmer Schwimmbades sollen die Bürger entscheiden. Dies möchte die Dahmer Wählergemeinschaft (DWG). Bürgermeister Harald Behrens sagt: „Wir werden bei der nächsten Gemeindevertretersitzung den Antrag für einen Bürgerentscheid stellen.“ Die CDU, die im Gemeinderat eine Mehrheit besitzt, steht diesem Schritt grundsätzlich offen gegenüber.

Dies ist das Ergebnis einer kurzfristig einberufenen interfraktionellen Sitzung.

Christdemokrat Michael Krebs erklärt: „Die Frage, die beim Bürgerentscheid gestellt wird, muss sinnhaft und gut durchdacht sein.“ Er sehe das Strandspa inklusive Bad als eine Einheit an. Man könne da nicht einfach eine Scheibe abschneiden. Entscheidend sei für die CDU, dass dem Gast gedient werde. Seine Partei sei mit der zuletzt negativen Darstellung des maroden Schwimmbades nicht einverstanden.

Krebs sieht die Aussagen des Bürgermeisters kritisch. Was ihn störe, sei die dramatische Schilderung Behrens’ zum Zustand des Bades. Schließlich sei der Bürgermeister lange Zeit im Strandspa-Aufsichtsrat und habe alle Entscheidungen – auch zum Bad – in der Vergangenheit mitgetragen. Als erster Schritt müsse das Schwimmbad zeitnah wieder geöffnet werden. Die notwendigen Reparaturen seien technisch und finanziell machbar. „Die Saison steht vor der Tür, wir möchten unsere Gäste natürlich nicht verprellen“, sagt Krebs. Das ist auch im Interesse der DWG. „Wir haben mit den Firmen das Problem besprochen, wir sollten in drei bis vier Wochen wieder in Betrieb gehen können“, skizziert Behrens die Zeitschiene. Am Problem fehlenden Fachpersonals werde augenblicklich unter Hochdruck gearbeitet.

Offen bleibt, was mit dem Bad in den kommenden Jahren passieren soll. Die Bürger sollen laut Behrens darüber entscheiden, ob die Gemeinde an einem Schwimmbad in der jetzigen Form festhalten wolle.

„Wir möchten die Dahmer gern mitnehmen“, betont der Bürgermeister.

Denkbar sind augenblicklich drei Zukunftsszenarien. Erstens: Das Bad bleibt saniert in der alten Form bestehen. Zweitens: Es wird ein neues, modernes Schwimmbad gebaut. Drittens: Es entsteht eine alternative Nutzung im Gebäude.

Die CDU ist laut Krebs für alle Varianten gesprächsbereit. Dies sei auch bei der Klausurtagung so besprochen worden. Welche denkbaren Alternativen es zu einem Schwimmbad geben könnte, wollte Krebs zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.

Peter Mantik

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