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Ostholstein Archiv-Gemeinschaft von Timmendorf und Scharbeutz
Lokales Ostholstein Archiv-Gemeinschaft von Timmendorf und Scharbeutz
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22:23 07.11.2017
Einstimmung auf die Arbeit für zwei Gemeinden: Archivarin Melanie Zühlke (Mi.) mit Bürgermeisterin Hatice Kara und Bürgermeister Volker Owerien sowie Bildern aus der Dauerausstellung „Stranderwachen“. Quelle: Foto: S. Latzel
Timmendorfer Strand/Scharbeutz

Die Idee kam aus Scharbeutz, berichtet die Timmendorfer Bürgermeisterin Hatice Kara (SPD), „und über dieses konstruktive Angebot haben wir uns sehr gefreut“. Die halbe Stelle der Archivarin bei der Gemeinde Timmendorfer Strand wird um acht Stunden aufgestockt, in denen sich Melanie Zühlke ab sofort um das Scharbeutzer Archiv kümmert. Das habe von 2009 bis 2016 der ehrenamtliche Archivar Dieter Fuss aufgearbeitet, sagt der Scharbeutzer Bürgermeister Volker Owerien (parteilos), seither sei es aber geschlossen. „Das war schade, schließlich ist das Archiv das Gedächtnis der Kommune“, meint Owerien, „und es gab und gibt auch immer wieder Anfragen.“

Auch nach Absprache geöffnet

Das Timmendorfer Gemeindearchiv im Strohdachhaus ist montags und donnerstags von 10 bis 11 Uhr und nach Absprache (Telefon 04503/7035819)

geöffnet.

Das Scharbeutzer Gemeindearchiv im Bürgerhaus ist dienstags von 10 bis 11 Uhr und nach Absprache (Telefon 04503/7709130) zu erreichen.

Fragen nach Herkunft und Vergangenheit

Dazu hat er Beispiele aus jüngster Zeit gesammelt. Ein Besucher des Archivs habe die Herkunft des Namens Schulendorf erforschen wollen, „dem konnten wir eine Chronik der Dorfschaft übersenden“.

Die Universität von Jerusalem habe Erkundigungen zu Gedenkstätten eingeholt und deshalb aus Scharbeutz Unterlagen und Bilder zur „Cap Arcona“ bekommen. „Eine Dame war als Kind im Haffkruger Kinderheim untergebracht und wollte ihre Vergangenheit aufarbeiten“, so Owerien.

Bei diesen und anderen Nachfragen wird künftig Melanie Zühlke weiterhelfen. Zudem sei die elektronische Archivierung in Scharbeutz noch nicht besonders weit fortgeschritten – die Archivierung der amtlichen Akten allerdings schon. „Es gibt immer etwas zu tun“, erklärt Melanie Zühlke gut gelaunt. Sie betreut das Timmendorfer Archiv seit 2016 und hat seither schon eine Menge auf die Beine gestellt: eine Ausstellung über die Geschichte des Alten Rathauses am Timmendorfer Platz (heute der Sitz der Tourismus GmbH, früher das Olgaheim), eine Ausstellung zum Treffen der legendären Literaten der „Gruppe 47“ in Niendorf sowie die Organisation einer Tausch-Börse für die ehemalige Kur-Zeitung „Ostsee-Perle“. Außerdem kümmert sie sich um diverse Anfragen – und ist in Timmendorfer Strand vor allem mit vielen Bildern beschäftigt.

„Das kulturelle Gedächtnis bewahren“

Zwei Drittel des dortigen Bestands bestehen nämlich aus Fotos und Postkarten, etwa 10000 Stück sollen es insgesamt sein. In Scharbeutz hingegen überwiegen die Akten, sagt Melanie Zühlke. Hat sie denn vielleicht schon Ideen für eine Scharbeutzer Ausstellung oder womöglich für eine, die sich beiden Nachbargemeinden zugleich widmet? Das verrät sie noch nicht. Ortskenntnisse bringt sie aber auf jeden Fall mit: „Ich habe während meiner Kindheit und Jugend in Scharbeutz gewohnt“, berichtet Melanie Zühlke. „Dadurch habe ich einen Teil der regionalen Entwicklung miterlebt.“

Sie wolle nun mit allen Interessierten „das kulturelle Gedächtnis bewahren“.

Sabine Latzel

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