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Ostholstein Auf Fehmarn „trauen“ sich die meisten
Lokales Ostholstein Auf Fehmarn „trauen“ sich die meisten
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22:27 30.12.2015
Als letzte Trauung des Jahres 2015 gaben sich gestern im Standesamt Fehmarn im Rathaus Burg Frank und Eva Moszner, geb. Mehner, aus Nürnberg das Ja-Wort. Erste Gratulanten waren die beiden Söhnchen Theo (l.) und Artur, die vor Freude kaum zu bändigen waren.
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Ostholstein

 Mit 272 Trauungen in diesem Jahr hat das Standesamt Fehmarn den Rekord vom Vorjahr (da waren es 250) sogar nochmal eindrucksvoll getoppt. Hinzu kommen acht Lebenspartnerschaften. Allein gestern, am vorletzten Tag des Jahres, besiegelte Standesbeamtin Sigrid Schulze dreimal den Bund fürs Leben. „Die Insel ist als Heiratsort sehr beliebt“, erklärt sie. 75 Prozent aller Paare kommen von außerhalb. Vor allem Trauungen auf dem Leuchtturm Flügge (in diesem Jahr 31), am Strand (18) und auf dem Fischkutter „Tümmler“ (27) sind schnell ausgebucht. Kleines Jubiläum: Kapitän Gunnar Gerth-Hansen sticht mit dem „Tümmler“ schon seit zehn Jahren von Burgstaaken aus in See.

Neustadt

Auch in Neustadt wurden in diesem Jahr wieder viele Ringe getauscht. 112 Paare, das letzte davon am 23. Dezember, gaben sich das Eheversprechen. Dies teilte Standesbeamtin Stefanie Fasen mit. Ein Rekord ist die Zahl nicht. 1991 gab es nämlich 122 Hochzeiten und im Vorjahr immerhin 117. Die Trauungsorte können durchaus als vielfältig bezeichnet werden. 85 Mal wurde im Trausaal des Rathauses und im Trauzimmer am Holm „Ja“ gesagt. Jedoch gab es auch neun Trauungen auf dem Traditionssegler „Norden“ sowie im Zeittor-Museum. Weitere Eheschließungen fanden am Strand von Pelzerhaken (vier), im Fischeramt, im DLRG-Gebäude (je zwei) und im Haus der Manufakturen (eine) statt. Wobei in den beiden zuletzt genannten Räumen im kommenden Jahr keine Trauungen mehr stattfinden, dafür soll ein neues Schiff hinzukommen. Nur knapp über 50 Prozent aller Paare kamen aus Neustadt. „Die weiteste Anreise hatten zwei Paare aus München, aber es gab noch zwei Paare, die südlicher wohnen: in Aying und in Bad Heilbrunn. Bei den auswärtigen Paaren kamen die meisten aus Hamburg“, erläutert die Standesbeamtin.

Heiligenhafen

Die Erlebnisseebrücke in der Warderstadt ist der Boom-Standort für Trauungen. 26 waren es in diesem Jahr. Für 2016 sind 56 Termine vorgesehen — und es sind nur noch acht davon zu vergeben. Nicole Uwis vom Standesamt Heiligenhafen erklärt: „Wir sind ja nur eine Teilzeitstelle. Dafür sind die insgesamt 121 Trauungen aus diesem Jahr eine große Hausnummer.“ Tendenz eindeutig steigend.

Grömitz

In Grömitz hat es die letzten beiden Trauungen am gestrigen 30. Dezember gegeben. 190 waren es im gesamten Jahr. Außerdem sind sechs Lebenspartnerschaften eingegangen worden, „was immer schnell vergessen wird“, sagt der Standesbeamte Olaf Giese. Dabei entscheiden sich gleichgeschlechtliche Partner für ein gemeinsames Leben. Das Rekordjahr war 2014, in dem die Anzahl an Trauungen die 200-Marke überschritten hat. Dennoch ist das vergangene Jahr nicht weit davon entfernt. „In Grömitz, Dahme, Kellenhusen und Grube heiraten überwiegend Touristen. Wir beobachten den Trend dahin, dass immer mehr Menschen nicht zu Hause im Standesamt heiraten wollen, sondern sich etwas Besonderes aussuchen“, so Giese. Es kann in Grömitz oder Kellenhusen jeweils auf der Seebrücke geheiratet werden, im Standesamt Grömitz oder im Leuchtturm Dahmeshöved. Letzterer Ort ist uneingeschränkter Spitzenreiter auf der Beliebtheitsskala: Etwa die Hälfte aller Paare lassen sich dort trauen. Seit einigen Jahren ist es zudem möglich, sich in der Tauchgondel Grömitz das Ja-Wort zu geben — unter Wasser nebst künstlichem Riff.

Oldenburg

50 Trauungen in diesem Jahr liegen im Schnitt der vergangenen Jahrgänge. Zu Spitzenzeiten Ende der 90er gab es bis zu 100 Paare, die sich „trauten“.

Timmendorfer Strand

Waren es im vergangenen Jahr noch 166 Hochzeiten, traute Cornelia Jaster bis gestern bereits 178 Paare. „2015 ist ein Hochzeitsjahr“, so die Standesbeamtin. Seit 30 Jahren begleitet sie nun Paare, die sich auch ganz offiziell zu ihrer Liebe bekennen wollen. „Ein schöner Beruf, man hat stets mit gutgelaunten Menschen zu tun. Schließlich ist eine Hochzeit ja ein freudiges Ereignis.“

Beliebt ist bei den Brautleuten das schöne Trauzimmer im Alten Rathaus. Seefeste Hochzeiter bevorzugen den Niendorfer Hafen und laufen stilecht auf der „Positano“ in den Ehehafen ein.

Scharbeutz

Im Ostseebad begleitet Standesbeamtin Inga Glawinski die Glücklichen. Auch hier setze sich der allgemeine Trend fort: „Wir hatten im Jahr 2015 knapp 100 Trauungen.“ Tendenz steigend.

Eutin

Heute, am letzten Tag des Jahres, ist das Eutiner Standesamt geschlossen, die Mitarbeiter brauchen eine Pause (siehe Beistück). Doch auch in der Landesgartenschau-Stadt gab es mehr Trauungen als im Vorjahr: 31, um genau zu sein. „2015 hatten wir 194 Eheschließungen, im Jahre zuvor waren es 163“, erzählte Standesbeamtin Stephanie Jahn. Zudem wurden sechs Lebenspartnerschaften geschlossen, zwei mehr als 2014. Fürs neue Jahr gibt‘s in Eutin ein zusätzliches Hochzeiterbonbon: „Für das nächste Jahr freuen wir uns, dass wir für die Landesgartenschau an vier verschiedenen Sonnabenden — zusätzlich zu unseren normalen Samstagen — in der Orangerie zur Verfügung stehen werden.“ So könne auch das Team Standesamt „einen kleinen Beitrag zum Gelingen dieses tollen Ereignisses“ leisten.

Das Standesamt Eutin — arbeiten am Limit

1147 Geburten wurden 2015 im Eutiner Standesamt beurkundet. Im Jahr zuvor waren es noch 1106. „Es ist eine enorme Mehrbelastung, wir merken die Schließung in Oldenburg“, so Standesbeamtin Stephanie Jahn angesichts der Schließung der Geburtsstation im Kreisnorden. Dadurch würden immer mehr Kinder in Eutin geboren.
Auch durch die große Zahl der Flüchtlinge kämen in Eutin mehr Kinder zur Welt. Während Nachwuchs deutscher Paare mit intakten Papieren nach etwa zehn Minuten beurkundet sei, würde eine Beurkundung bei Flüchtlingen mit Dolmetscher und Datensuche leicht eineinhalb Stunden dauern. Das Team-Standesamt arbeite inzwischen am Limit.

mk/ibu/ser/pm/jhw

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