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Ostholstein Ausstellung in Eutin: So vielfältig ist die Kunst am Osterei
Lokales Ostholstein Ausstellung in Eutin: So vielfältig ist die Kunst am Osterei
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18:18 22.03.2019
Vorbereitungen für den 25. Ostereiermarkt im Ostholstein-Museum in Eutin: Barbara Krebs aus Husum schmückt ihre Eier mit japanischem Washi-Papier. Quelle: Beke Zill
Eutin

Die Kunst am Ei beginnt meist in der Kindheit. Kurz vor dem Osterfest sitzt die ganze Familie zusammen und bläst angestrengt die Hühnereier aus, um sie dann mithilfe von Wasserfarben bunt zu bemalen. Auch Petra Aumann hat mit zwölf Jahren erste eigene Gehversuche im Bemalen von Ostereiern gemacht – und betreibt das Hobby bis heute. Die Braunschweigerin stellt mit weiteren etwa zwei Dutzend Ausstellern ihre Schmuckstücke beim 25. Ostereiermarkt im Ostholstein-Museum am Sonnabend und Sonntag, 23. und 24. März, aus. Beim Aufbau der Stände wird deutlich, wie vielfältig das Kunsthandwerk am Ei ist.

Verschiedene Aussteller präsentieren am Sonnabend und Sonntag, 23. und 24. März, ihr Kunsthandwerk im Ostholstein-Museum.

Petra Aumann wendet die Kratztechnik an. „Erst wird das Ei eingefärbt mit lichtechten Farben“, erklärt die Künstlerin. Dann werde mithilfe von Diamantstiften die Farbe wieder heruntergekratzt – dadurch entstünden die Motive. Ideen zur Gestaltung fallen der Niedersächsin spontan ein. „Ich gucke auch gerne in alte Botanikbücher“, erzählt Aumann. Ihre Eingebungen hält sie dann zunächst auf Papier fest, ehe sie die Schalen von Zwergwachteln, Rebhühnern, Zwerghühnern, Haushühnern, Gänsen, Nandus und Straußen mit Tieren wie Seepferdchen, Spinnen, Schnecken, Adlern, Eulen sowie Mustern und Pflanzen schmückt. Besonders beliebt seien die Löwenzahn-Motive, sagt Aumann. Sie freut sich aufs Wochenende: „Die Atmosphäre ist toll und die Qualität der Sachen ist sehr gut. Es macht Spaß.“

Filigrane Malereien mit Acryl und Öl

Während Petra Aumann ihre Eier ordentlich auf ihrem großen Tisch direkt am Eingang des Museums drapiert, hat ihr Ehemann direkt nebenan an seinem Stand mit der Technik zu kämpfen. Er verwandelt eigentlich bemalte Eier in „Aladins Wundereier“ – also in leuchtenden Schmuck für beispielsweise den Osterfrühstücks-Tisch. Doch aufgrund von Sicherheitsbestimmungen darf er sein brennendes Kunsthandwerk nicht präsentieren, so dass er auf digitale Hilfsmittel zurückgreifen muss. Auf Laptop, Smartphone und Tablet zeigt Bernd Aumann nun, wie das Ei leuchtet. „Ich bin gespannt, wie die Besucher reagieren“, sagt er und schaltet die Geräte an.

Der Ostereiermarkt

Der 25. Ostereiermarkt findet am Sonnabend und Sonntag, 23. und 24. März, im Ostholstein-Museum in Eutin, am Schlossplatz 1, statt. Zum Jubiläum präsentieren Aussteller aus dem In- und Ausland ihre Handwerkskunst. Auch gibt es Gastronomie und Oster-Backen. Geöffnet ist jeweils von 10 bis 17 Uhr, der Eintritt beträgt sechs Euro, ermäßigt drei. Unter 14-Jährige haben freien Eintritt.

Die Künstlerin Aenne von Fircks aus Fleckeby benötigt für die Präsentation ihrer mit Öl und Acryl bearbeiteten Werke indes nur helles Licht. Ansonsten sprechen die aufwendig gestalteten Malereien, die ordentlich im Moosbett platziert wurden, für sich. Sie freut sich auf Sammler und Kenner, die bei ihr unter anderem Einzelstücke aus „Die Häschenschule“ von Autor Fritz Koch-Gotha erwerben. Die pensionierte Kunstlehrerin, die auch die grauen Eier von Höckerschwänen für ihr Handwerk nutzt, betont, dass die Besucher in Eutin sehr wissbegierig seien und die Arbeit der Aussteller sehr schätzten.

Japanische Technik aus Husum

Viel Zeit hat auch die Husumerin Barbara Krebs in ihr Hobby gesteckt. Sie hat dabei eine ganz besondere Art, die ovalen Stücke zu schmücken. Der Dauergast im Ostholstein-Museum beklebt das Ei mit japanischem Washi-Papier, um es dann zu glätten und zu lackieren. Die Technik stamme direkt aus Japan, eine Japanerin habe es ihr vor 20 Jahren beigebracht, erzählt Barbara Krebs. Zusammen mit ihrem Ehemann Dieter baut sie ihren Schmuck auf. Zum Start am Sonnabend muss alles fertig sein, wenn die Besucher sich ein eigenes Bild von der Vielfalt des Kunsthandwerks am Ei machen.

Beke Zill

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