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Ostholstein Aufklappen und aufpoppen lassen
Lokales Ostholstein Aufklappen und aufpoppen lassen
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22:32 06.02.2018
Susanne Hatscher mit einem Pop-up-Buch ihrer Tochter: „My fairy garden“ stammt aus England und kann komplett aufgeklappt und bespielt werden. Quelle: Fotos: U. Benthien
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Eutin

Der eigene Bestand mit rund 20 Exponaten wurde für die Ausstellung mit einigen Leihgaben aus Privatbesitz ergänzt. Per Köster, Leiter der Eutiner Tourist-Info, der ebenfalls eine kleine Sammlung besitzt („sie haben sich eher zufällig nach und nach bei mir eingefunden“), brachte gestern noch neun weitere Bücher vorbei.

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Einen außerordentlichen Kreisparteitag hat der SPD-Kreisverband Ostholstein einberufen. Getagt wird an diesem Sonnabend, 10. Februar, in Bad Schwartau. Im Rahmen des Parteitages werden auch die Direkt- und Listenkandidaten für die Kommunalwahl am 6. Mai nominiert.

Ein knappes Dutzend Zuhörer lauschte einer Einführung von Bibliothekarin Susanne Hatscher, die die Idee zu der Schau gemeinsam mit Tamara Krusa umsetzte. Schon früh habe es Überlegungen gegeben, wie komplizierte Inhalte plastisch in Büchern dargestellt werden könnten, sagte Susanne Hatscher. Das älteste Buch der Eutiner Landesbibliothek dazu stammt aus dem Jahr 1672, es enthält drehbare astronomische Darstellungen. Auf 1795 ist ein Schablonenbrief datiert: Dabei besaßen Absender und Empfänger eine Schablone. Beim Auflegen auf den unverfänglichen Text waren nur die Worte freigelegt, die von Bedeutung waren. So funktionierte beispielsweise der Informationsaustausch während der Französischen Revolution, erläuterte die Bibliothekarin.

Die Aufklappbücher im heutigen Sinn entwickelten sich Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts. Farbige Illustrationen durch handkolorierte Kupferstiche wurden durch Fortentwicklung der Lithographie abgelöst, größere Auflagen möglich. Waren die Aufklapp-Bilderbücher zunächst auf Kinder ausgerichtet, gab es bald auch Erwachsenenbücher. Ein herausragender Buchkünstler war Lothar Meggendorfer (1847–1925).

In der Landesbibliothek sind Sachbücher (ein Auto zum Auseinandernehmen, 1912), medizinische Bücher („Die neue Heilmethode“ mit anatomischen Darstellungen, 1901) und leicht frivole Literatur („The naughty Nineties“, 1993) zu sehen, bei der ein Mann einer Tänzerin das Mieder herunterschiebt. Das funktioniert mittels Holzstäbchen, gezogen oder geschoben werden kann auch mit Papierstreifen (Jalousietechnik).

Ursula Gramsch erfreute sich gestern an dem Buch „Mit Paddington durch London“. „Ich habe solche Bücher schon als Kind gern betrachtet, und auch meine Kinder haben daran ihren Spaß gehabt.“

Ausstellungsbesuch bis 26. Mai während der Öffnungszeiten: dienstags, freitags von 9.30 bis 18 Uhr, mittwochs, sonnabends von 9.30 bis 13 Uhr, donnerstags von 9.30 bis 19 Uhr.

 Von Ulrike Benthien

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