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Aufmerksamkeit und Trost in den dunkelsten Zeiten

Niendorf Aufmerksamkeit und Trost in den dunkelsten Zeiten

Agnes-Maria Popp und Pastor Johannes Höpfner gründeten ein Trauercafé.

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In Geborgenheit ruhen: Kleine Engel auf Grabsteinen sollen diesen tröstlichen Gedanken symbolisieren. FOTO: PEYRONNET

Niendorf. Sie lacht viel und gerne. Auch in dem von ihr mitbegründeten Trauercafé in Niendorf. Agnes-Maria Popp, von Freunden liebevoll „Acki“ genannt, mag die Geselligkeit. Sie hat gerne Menschen um sich. Auf viele von ihnen kann sie sich auch dann verlassen, wenn es ihr mal nicht so gut geht. Immer dann, wenn sie trauert, oder wenn in dieser trüben Jahreszeit dunkle Gedanken in ihrem Kopf herumspuken. Acki Popp weiß genau, wie es ist, wenn ein lieber Mensch stirbt. Sie hat erfahren, wie es sich anfühlt, wenn vor Kummer das Herz zu zerreißen droht.

LN-Bild

Agnes-Maria Popp und Pastor Johannes Höpfner gründeten Trauercafé.

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Neues Treffen

Das nächste Treffen im Niendorfer Trauercafé beginnt am Donnerstag, 15. Dezember, um 15 Uhr im Hotel „Frieddrichsruh – Mein Strandhaus“ in Niendorf. Anmeldungen dafür nehmen bis zum 11. Dezember entgegen Agnes-Maria Popp, Telefon 04503/2144, und das Kirchenbüro in Niendorf, Telefon 04503/2675.

Im Juni 2012 starb ihr Ehemann Volker Popp, der frühere Kurdirektor und Bürgermeister von Timmendorfer Strand, nach einem neunmonatigen Leidensweg. Acki Popp kann gut über die ganz persönlichen Erfahrungen reden – und das nicht nur, wie sie selbst sagt, weil sie eine „rheinische Frohnatur“ ist.

„Ich möchte andere Menschen in ihrer Trauer unterstützen“, überlegte sie vor einigen Monaten und berichtete dem Niendorfer Pastor Johannes Höpfner davon. Bei ihm stieß sie sofort auf offene Ohren.

Gemeinsam hoben sie das Trauercafé aus der Taufe. 17 Frauen und zwei Männer kamen zum ersten Treffen. Weitere Zusammenkünfte sollen folgen. „Wir bieten damit Wege aus der Einsamkeit an. Niemand muss in seinem Kummer mit sich alleine sein“, so die Witwe und der Geistliche.

„Jeder geht mit seinem Schmerz unterschiedlich um“, weiß Pastor Höpfner aus seiner seelsorgerischen Erfahrung, und Acki Popp beobachtet immer wieder: „Männer sind weniger sprachfähig als Frauen. Sie bleiben eher zu Hause und verfallen der Einsamkeit.“ Aber auch Trauernde, die Kinder und Enkel haben, wissen oft nicht, wohin mit ihrem Leid. „Jetzt musst du aber langsam mal wieder in die Reihe kommen. Nun hast du genug getrauert“, hören sie immer wieder. Dazu Pastor Höpfner: „Oftmals wird den Menschen nicht zugestanden, ihren eigenen Weg der Trauer zu gehen.“

Das Trauercafé könnte der Anfang für eine Initiative sein, in der sich die Menschen gegenseitig helfen. „Wenn wir es schaffen, dass sich Teilnehmer auch außerhalb unserer Veranstaltungen verabreden, dass sie Fahrradtouren unternehmen oder zusammen ins Kino gehen, wäre schon viel erreicht“, so Popp und Höpfner.

Für alle die, die es bisher versäumt haben, in ihrem Leben Hobbies zu entwickeln oder einen eigenen Freundeskreis aufzubauen, wäre dies ein Anfang. Acki Popp hat dies auch erst lernen müssen. Sie war 34 Jahre lang mit Volker Popp verheiratet. „Zunächst habe ich abends und an den Wochenenden, wenn er Fußball gespielt hat, immer auf ihn gewartet. Dann aber habe ich mir selber einen eigenen Freundeskreis gesucht.“ Dies sei gerade in den schweren Zeiten sehr wichtig gewesen und helfe ihr auch jetzt noch immer wieder.

Und allen denen, die gerade am heutigen Ewigkeitssonntag betrübt sind, gibt Acki Popp einen Sinnspruch, verfasst von Edmund Burke, mit auf den Weg: „Die richtige Art, um die Toten zu trauern, besteht darin, für die Lebenden zu sorgen, die zu ihnen gehören.“

 Christina Düvell-Veen

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