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Ostholstein Augenzeugin berichtet über französisches Lager
Lokales Ostholstein Augenzeugin berichtet über französisches Lager
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20:21 18.10.2017
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Ahrensbök

Ihre Flucht endete im tiefen Süden Frankreichs. Nur wenige Kilometer nördlich der französisch-spanischen Grenze nahe der Stadt Perpignan wurden im August 1942 einige Tausend vor den Nationalsozialisten geflüchtete Juden verhaftet und im „Camp de Rivesaltes“ festgehalten. Über das Sammellager Drancy ging es danach weiter in das Vernichtungslager Auschwitz.

Dort wurden sie in Gaskammern ermordet.

„Zwischenstation vor Auschwitz. Die Geschichte des französischen Lagers Rivesaltes“ heißt ein Vortrag, zu dem der Trägerverein am Sonntag, 22. Oktober, um 15 Uhr in die Gedenkstätte Ahrensbök, Flachsröste 16, einlädt.

Die Lübecker Zeitzeugin Baya Maouche wird über das Camp, das eine düstere Geschichte hat, referieren. 1939 als Militärlager erbaut und heute wieder vom Militär genutzt, wurden auf dem Gelände spanische Bürgerkriegsflüchtlinge ebenso wie katalanische Juden, Zigeuner ebenso wie Kriegsgefangen interniert.

Von 1962 an war das Camp Transitlager für „Harkis“. So nannte man Algerier, die der französischen Armee gedient hatten. Nach der Unabhängigkeit Algeriens wurden sie als Kollaborateure verfolgt und flüchteten – unwillkommen – nach Frankreich. Sie wurden in Lagern wie Rivesaltes festgehalten, wo auch Baya Maouche, 1952 in Algerien geboren, zusammen mit ihrer Familie ein Jahr lang untergebracht war. Die Referentin steht nach ihrem Vortrag für Fragen bereit.

LN

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