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Ostholstein Ausschuss will Ehrenmal in der Mitte des Marktes behalten
Lokales Ostholstein Ausschuss will Ehrenmal in der Mitte des Marktes behalten
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13:35 10.03.2016
Das Eutiner Zentrum: der Markt mit Ehrenmal. Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich von den Planungen weitestgehend verabschiedet.

 Damit gäbe es auf dem Markt gar keine Abkühlungsmöglichkeiten.

„Nur weil das Planungsbüro den ersten Platz gemacht hat, heißt das doch nicht, dass wir alles 1:1 übernehmen müssen.“ Sascha Clasen (CDU)

Die Stadtvertreter versuchten, auf dem schwierigen Terrain „Sanierungsgebiet: Historischer Stadtkern Eutin“ in Etappen voranzukommen. Für die Anbindung der Twieten an den Markt und die Hauptwege gaben sie dem Bauausschuss eine „wahrnehmbare Pflasterung“ mit auf den Weg (einstimmig). Die Baumreihe vor dem Brauhaus sollte erhalten bleiben, keine neue Richtung Markt entstehen (9 Ja-, 2 Nein-Stimmen/Grüne). Dem FDP-Antrag, den Brunnen zu belassen, stimmte nur Jens-Uwe Dankert selbst zu, sowie FWE-Mann Heinz Lange. Wasserspiele lehnten bis auf die Grünen alle ab.

Christiane Balzer (Grüne) zeigte sich während des Meinungsaustausches erstaunt und konsterniert: „Bis auf Herrn Lange haben alle Fraktionen am Wettbewerb teilgenommen. Wir alle haben den Entwurf des Planungsbüros auf Platz 1 gesetzt. Jetzt wird hier eine Rolle rückwärts gemacht. Bis auf ein neues Pflaster soll es nichts geben — und das war‘s dann mit der Stadtentwicklung?“ Auch Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz (CDU) schaltete sich ein: „Wir wollten einen Entwurf vom Bahnhof bis zum Rosengarten und haben uns den Rücken freigehalten nur in Bezug auf das Denkmal und die Schlossstraße. Es gab Konsens: Die Innenstadt sollte barrierefrei gehalten werden.“ Nur Fugen zu glätten werde nicht reichen. „Wir hauen ja alles um. Aber die Gesamtmaßnahme jetzt in Frage zu stellen, das geht nicht“, so Schulz kopfschüttelnd.

Sascha Clasen (CDU) erinnerte sich an den Wettbewerb zur Neugestaltung von Teilbereichen der historischen Innenstadt so: „Es hieß, wir könnten uns Teile aussuchen und herausnehmen. Nur weil das Planungsbüro den ersten Platz gemacht hat, heißt das doch nicht, dass wir alles 1:1 übernehmen müssen.“ Christiane Balzer konterte: „Was vom Komplettentwurf befürwortet denn die CDU? Die Treppe nicht, die Wasserspiele nicht, die Bäume nicht, die Versetzung des Ehrenmals nicht. Was bleibt denn dann noch übrig? Hier wird gerade der Gesamtentwurf zerredet!“

Mehrfach griff Vorsitzender Heiko Godow (CDU) in die Diskussion ein, um zu erinnern: „Der Stadtentwicklungsausschuss sagt ob, der Bauausschuss sagt wie.“ So sei in der Sanierungsfrage seit November verfahren worden. FWE-Vertreter Lange wollte Stadtvertretern, die in beiden Ausschüssen vertreten sind, für den heutigen Abendtermin noch Ratschläge erteilen. Heute Abend ein anderes Votum als im Stadtentwicklungsausschuss — das erschien einigen dann doch kurios. Gleichwohl gebe es ja keinen Fraktionszwang, hieß es. „Dann wird das Thema eben in die Stadtvertretung gezogen und dort entschieden“, hielt der Bürgermeister fest.

Diese Aussichten brachten Eike Diller (Grüne) auf die Barrikaden. „Auf die Sch. . . habe ich keinen Bock“, sagte er und zog schon in Erwägung, die Sitzung zu verlassen.

 ben

Der Bauausschuss trifft sich heute um 17 Uhr zum Ortstermin in der verlängerten Peterstraße/Eingang Pro Talis. Ob und wie die Anbindung der Straße an den Mühlenberg erfolgen kann, wird auf der um 18 Uhr beginnenden Sitzung (Bauverwaltung, Lübecker Straße 17) ein Thema sein. Die bisherige Treppenlösung wird vermutlich wegen eines Einspruchs der Telekom nicht zu realisieren sein. Außerdem soll das Gremium eine Entscheidung zur Sanierung des historischen Stadtkerns (östliche Peterstraße, Markt, Königstraße) treffen, da Anträge für Fördermittel auf den Weg gebracht werden müssen, um 2017 bauen zu können.

LN

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