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Ostholstein Austausch der Brücke läuft – Bahn will Dienstag fertig sein
Lokales Ostholstein Austausch der Brücke läuft – Bahn will Dienstag fertig sein
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22:33 17.04.2017
Die alten Betonbrückenteile wurden gestern bei stürmischem Schauerwetter mit Schwerlastkränen abgebaut.

 Auf diese wird dann am Montag die neue Behelfsbrücke aufgesetzt. Der Zeitplan der Bahn ist eng. Kein Wunder. Die Brücke ist seit 4.

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Abriss begann am Sonnabend – Fertigbauteile sollen Jahre bleiben.

„Wir wissen, welche Belastung wir benötigen.

Es sind keine Testfahrten notwendig.

Egbert Meyer-Lovis

Bahnsprecher

Weitere Arbeiten

Bahnreisende müssen sich aufgrund von Gleisbauarbeiten auch in den Nächten von Montag, 15. Mai, bis Donnerstag, 18. Mai, auf Schienenersatzverkehr einstellen. Jedoch nur von jeweils 23.45 bis 1.45 Uhr. Der Bus fährt zwischen Neustadt und Puttgarden und erreicht das Ziel etwa 40 Minuten später als der ausfallende Zug.

April gesperrt. Der Fernverkehr zwischen Deutschland und Dänemark ist dadurch massiv gestört. Reisende müssen auf Busse ausweichen und benötigen so mehr Zeit für ihre Reise. Ebenso betroffen ist der Regionalverkehr zwischen Neustadt und Puttgarden.

Ursprünglich war der Austausch des Bauwerkes erst für Ende April vorgesehen. Dann ergaben automatisierte Messungen, dass die Brücke den Belastungen der Züge nicht mehr standhält. Die bei der Überprüfung ermittelten Werte in puncto Durchbiegung und Dehnung hatten die sofortige Sperrung zur Folge.

Da sich im Bereich der Eisenbahnbrücke auch die Hauptzufahrt auf das Gelände des Ameos- Klinikums befindet, musste ein angrenzender Feldweg auf Kosten der Bahn ertüchtigt werden. Seit Donnerstagmittag ist das Ameos- Gelände, wo Hunderte Menschen leben, von der Eutiner Straße in Höhe des Unternehmens „Dänisches Bettenlager“ anzufahren. „Die Erreichbarkeit der Einrichtungen ist für Patienten, Bewohner und Besucher sowie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Polizei, Rettungswagen und die Feuerwehr jederzeit gewährleistet“, teilte Regional-Geschäftsführer Frank-Ulrich Wiener den LN mit.

Für Fußgänger wurde ein gesicherter Durchgang unter der Brücke eingerichtet. Der angrenzende Großparkplatz wurde etwa zur Hälfte zweckentfremdet. Er dient seit einigen Tagen als Lagerfläche für Baustoffe und Baugeräte.

Die Vorarbeiten zum Abriss der Brücke begann bereits am vergangenen Freitag. Ebenso wurde an diesem Tag die Behelfsbrücke angeliefert – auf der Schiene. Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis erläuterte den LN, dass es sich um Standard-Bauelemente handle, die schon „tausendmal eingebaut und getestet wurden“. Jedoch sei das Einheben der Brücke Millimeterarbeit. Kleinere Huckel dürfe es auf keinen Fall geben. Darüber hinaus betonte Meyer-Lovis, dass die Tragfähigkeit in jedem Fall gewährleistet sein werde. „Wir wissen, welche Belastung wir benötigen. Es sind keine Testfahrten notwendig“, sagte der Bahnsprecher. Jedoch werde eine Gleisstopfmaschine zum Einsatz kommen und die Lage der Brücke kontrollieren.

Diese Arbeiten dürften laut Meyer-Lovis inklusive Vor- und Nacharbeiten rund 16 Stunden in Anspruch nehmen. Zuvor würden Schienen und Schwellen verlegt. Die neue Brücke soll dann einige Jahre bleiben. Ganz zum Schluss sollen die Betonblöcke der alten Brücke abtransportiert werden, wobei die den Betrieb eh nicht mehr stören dürften. Dieser soll kommenden Dienstag, 18. April, gegen 6 Uhr wieder aufgenommen werden. Bis dahin fahren noch Busse.

 Sebastian Rosenkötter

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