Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Autos im Kreis Ostholstein haben wenige Mängel
Lokales Ostholstein Autos im Kreis Ostholstein haben wenige Mängel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:17 07.11.2018
Der Tüv prüft jetzt zu Beginn der dunklen Jahreszeit auch die Scheinwerfer. Quelle: Tüv-Nord
Eutin/Oldenburg/Heiligenhafen

Die Autos der Ostholsteiner sind in einem guten Zustand. Das bescheinigt ihnen der Mängelreport des Tüv-Nord. Die regionalen Berichte für das Jahr 2017 liegen jetzt vor. Danach hatten die Prüfer der Station Oldenburg bei 53,3 Prozent aller vorgestellten Fahrzeuge nichts zu beanstanden. In Heiligenhafen waren es 50,1 Prozent und in Eutin 55,6 Prozent. Hinzu kommt, dass in den drei Stationen nur geringfügige Mängel bei elf, 15,7 und 14,2 Prozent der Autos festgestellt wurden. Das bedeutet, dass zwischen 60 und 70 Prozent der Fahrzeuge anstandslos die Tüv-Plakette erteilt bekamen.

Dann gibt es allerdings noch die Rostlauben. Etwa ein Drittel der Autos wiesen erhebliche Mängel auf. Sie mussten umgehend repariert werden, bevor sie die Plakette bekommen konnten. Als völlig unsicher wurden in Eutin vier Autos eingestuft, in Heiligenhafen fünf und in Oldenburg acht Autos. Im gesamten Zuständigkeitsgebiet des Tüv-Nord hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln schon zum fünften Mal hintereinander verringert.

Im Durchschnitt mehr als neun Jahre alt

Ein bisschen Statistik haben die Prüfer ebenfalls erhoben. So waren die in Eutin vorgestellten Autos im Durchschnitt 9,2 Jahre alt und hatten mehr als 107 000 Kilometer auf dem Tacho. In Heiligenhafen sind die Autos noch älter: durchschnittlich 11,3 Jahre mit mehr als 129 000 Kilometern auf dem Tacho. Das Durchschnittsauto in Oldenburg und Umgebung ist genau neun Jahre alt und bereits mehr als 113 000 Kilometer gelaufen.

Kai Parnow, der Leiter der Tüv-Stationen Heiligenhafen und Oldenburg, sagt: „Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen sichere Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung.“ Die Autofahrer wiederum kümmerten sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge und nähmen fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahr, erläutert Daniel Ortman, der Leiter der Tüv-Station Eutin. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer Fachwerkstatt warten lasse, habe bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und mehr Freude an sicherer, individueller Mobilität. „Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrtantritt zur Regel wird“, ergänzt Parnow.

Insgesamt ergibt sich in der Tüv-Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“. Je älter die Fahrzeuge sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Bei der ersten Hauptuntersuchung im Alter von drei Jahren finden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 10,5 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 29,4 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen.

Porsche 911 schneidet am besten ab

Als das Auto mit den geringsten Mängeln im gesamten Tüv-Report 2019 wird der Porsche 911 gelistet. Er dominiert die aktuelle Statistik in allen Altersklassen. Schlecht schneidet dagegen zum Beispiel der Dacia Logan ab, der in drei Altersklassen die rote Laterne innehat. Bundesweit fiel laut dem Bericht der des TÜV-Verbands 2017 jedes fünfte Auto (21,2 Prozent) durch. Der Verein wertete dafür 8,8 Millionen Hauptuntersuchungen aus.

Susanne Peyronnet

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zusätzlich zum Aldi-Markt und „Edeka Guttkuhn“ soll am Burger Ortseingang ein Drogeriemarkt eröffnen. Dieser Plan erregt die Gemüter. Ein Jahr nach dem Aufstellungsbeschluss wird jetzt der aktuelle Planungsstand öffentlich vorgestellt.

07.11.2018

Die Besatzungen der Stationen in Ostholstein mussten häufiger ausrücken als im vergangenen Jahr. Der Kreis stellt damit keine Ausnahme da: Die Einsatzzahlen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) stiegen überall.

07.11.2018

In Heiligenhafen ist am Dienstagabend in einem Mehrfamilienhaus ein Feuer ausgebrochen. Die Bewohner waren in Sicherheit. Das Gebäude muss jetzt aber aus Sicherheitsgründen abgerissen werden.

07.11.2018