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Ostholstein Azubis und das Abenteuer Wildpark
Lokales Ostholstein Azubis und das Abenteuer Wildpark
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22:17 19.05.2016
Jannik Rohmann (von links), Jonas Holz, Finn Simcsák und Philipp Kruse sind stolz auf die von ihnen geschaffenen neuen Parkbänke.

Jonas Holz ist künftiger Groß- und Einzelhändler und behauptet von sich, er habe zwei linke Hände. Doch auch ohne entsprechendes Talent ist die hölzerne Sitzbank, an der er mitgearbeitet hat, durchaus ansprechend geworden – und gerade obendrein. Der 19-Jährige gehört zu einer Gruppe junger Auszubildender der Maschinenfabrik Hauni AG aus Hamburg-Bergedorf, die eine Woche lang ein ganz besonderes Abenteuer erlebten: Sie mussten im Wildpark Malente in einem Bereich arbeiten, der mit ihrer eigentlichen Ausbildung so gar nichts zu tun hat.

Herausforderung für Nachwuchskräfte der Hamburger Hauni-Werke in Malente.

Seit rund zwei Jahrzehnten sind die Nachwuchskräfte aus den zweiten Lehrjahren stets im Mai Gäste in Malente, wo sie im Bildungszentrum des Christlichen Jugenddorfes (CJD) betreut werden. CJD-Studienleiter Heino Kruse und sein Hauni- Kollege Gerald Glaeser wachen darüber, dass alles nach Plan abläuft, die Werkzeuge vernünftig eingesetzt und die Arbeitsschutzbestimmungen eingehalten werden. „Die jungen Frauen und Männer sollen lernen, im Team zu arbeiten, miteinander richtig zu kommunizieren und der ganzen Aktion eine eigene Struktur zu geben“, so die Ausbilder, „und das geht erfahrungsgemäß bei dem rund einwöchigen Aufenthalt in Malente ganz hervorragend.“

Die in diesem Jahr gestellten Aufgaben sind nicht einfach. Die fünf Frauen und 19 Männer müssen zwei neue Eingangspforten für das Wildgehege bauen und montieren und außerdem zwei Bänke in der Nähe des Wildschweingatters herstellen und aufbauen. Die weit ausladenden Tore haben es in sich: Da musste viel geplant und diskutiert werden, denn die Pforten sollen sich schließlich auch nach Monaten oder gar Jahren noch ohne Probleme öffnen und schließen lassen.

Ein paar Minuten Fußweg entfernt legte eine Gruppe von vier jungen Männern gestern letzte Hand an ihre beiden Sitzbänke. Auf einer davon konnten sie sogar für ein Erinnerungsfoto Platz nehmen, weil sie noch nicht mit Holzschutzfarbe lackiert war. Neben Jonas Holz waren der Elektroniker Jannik Rohmann (18), Industriekaufmann Finn Simcsák (20) und der Zerspanungsmechaniker Philipp Kruse (18) – nach Ansicht seiner Mitstreiter im Nebenberuf auch Entertainer der Gruppe – für das Werk verantwortlich.

Über das Engagement der jungen Hauni-Auszubildenden freuen sich besonders die Mitglieder von Födona, des Fördervereins Dorf und Natur, der für die Bewirtschaftung des Malenter Wildgeheges zuständig ist.

Das Wildgehege

Im Winter 1964/65 wurde der Wildpark auf dem Waldgelände oberhalb des Dieksees angelegt. Der Malenter Arzt und Jäger Dr. Hans-Martin Junkelmann setzte sich maßgeblich dafür ein. Heute umfasst das Wildgehege 13,5 Hektar mit 37 Wildschweinen, 15 Dam- und sechs Rothirschen.

Fütterung: Das Füttern der Wildtiere ist gestattet. Zur Fütterung eignen sich Mais, andere Getreidekörner, Wurzeln und Äpfel. Das Schwarzwild darf auch mit Getreideprodukten (altes Brot, Brötchen) gefüttert werden.

Fütterungszeiten sind täglich 9.30 bis 10.30 Uhr, außer Dienstag und Freitag jeweils um 15.30 Uhr. Quelle: Wildpark

Eckhard Meier

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