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Ostholstein B-Plan 111: Welchen Weg geht jetzt die Stadt?
Lokales Ostholstein B-Plan 111: Welchen Weg geht jetzt die Stadt?
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20:14 12.06.2017

Eine wechselvolle Geschichte prägt die Dauerdebatte um den B-Plan 111 in Burg. Dort wo einst Rentner-Schlichtwohnungen standen, sollte nach deren Abriss eigentlich ein Mehrgenerationenhaus entstehen. Dieser Traum hat sich schon vor Jahren zerschlagen. Inzwischen ist das Grundstück im Blieschendorfer Weg geteilt.

Im vorderen Bereich sind bereits die Bagger im Einsatz. Am Donnerstag, 15. Juni, ist Grundsteinlegung für den großen Um- und Erweiterungsbau der „Burg-Klause“. Für das traditionsreiche Hotel- Restaurant ist das, so Bauherr Hans-Peter Wolf, ein „Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft“.

Und was passiert auf dem benachbarten Teilgrundstück im nördlichen Plangebiet? Die Stadt Fehmarn möchte dort ein Interessenbekundungsverfahren durchführen. Mit drei Schwerpunkten: Konzepte, die eingereicht werden, sollen auf ein bedarfsgerechtes Wohnungsangebot, eine städtebau-attraktive Planung sowie ihr nachhaltiges Energiekonzept hin geprüft und bewertet werden. Im Bau- und Umweltausschuss wurde Fehmarn mit dem Verhältnis 2:2:1 sogar eine erste Gewichtung einstimmig befürwortet.

Doch in Stein gemeißelt ist alles noch nicht. Erstens aus grundsätzliche Erwägungen: Denn naturgemäß hat der Finanzausschuss Fehmarn noch mitzureden. „Dort wird beschlossen, ob der Kaufpreis eine Rolle bei der Vergabe spielt“, so Claudia Parge vom Fachbereich Bauen und Häfen. Und zweitens: „Für jeden, der ein Angebot abgibt, muss das auch wirtschaftlich sein“, so Parge: „Wenn er das hinkriegt, haben wir als Stadt das Bestmögliche erreicht.“

Der B-Plan 111 bewegt schon seit Jahren die Gemüter. Im September 2014 hatte Claudia Parge – damals noch FWV-Stadtvertreterin – sogar dafür geworben, den ganzen B-Plan auszusetzen und einen Ideenwettbewerb anzuschieben. Später gab es dann doch eine politische Mehrheit für die Hotel- Erweiterung.

Doch ganz ist der alte Traum noch nicht vom Tisch. „Die Bewertungskriterien für ein Mehrgenerationenhaus sollten sich in den Plänen wiederfinden“, forderte Bernd Remling (SPD). Vorsitzender Andreas Herkommer (SPD) betonte: „Wir machen das jetzt wahnsinnig kompliziert. Da soll doch nur ein kleines Haus hin, in dem Menschen günstig wohnen können.“

Gerd-J. Schwennsen

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