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Ostholstein BBW meldet Erfolgsquote von 95 Prozent
Lokales Ostholstein BBW meldet Erfolgsquote von 95 Prozent
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21:19 31.08.2016
Im Bugenhagen Berufsbildungswerk in Timmendorfer Strand wurden 95 ehemalige Auszubildende freigesprochen. Quelle: Christina Düvell-Veen

Die Familie Lehmann aus Kaltenkirchen strahlte gestern in Timmendorfer Strand mit der Sonne um die Wette. Nach vierjähriger Ausbildungszeit nahm Marco (20) sein Abschlusszeugnis entgegen. Er gehörte zu den 95 jungen Menschen, die ihre Lehre im Bugenhagen Berufsbildungswerk (BBW) beendeten und in einer Feierstunde freigesprochen wurden.

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Freisprechung im Berufsbildungswerk – Anerkennung und Respekt für Jugendliche.

„Ich bin sehr, sehr glücklich, dass er es geschafft hat“, freute sich Mutter Sabine Lehmann (49) über ihren Sohn. Er hatte im BBW zunächst den Hauptschulabschluss gemacht und dann eine Ausbildung als Gärtner begonnen. „Immer draußen rumzulaufen, gefiel mir aber nicht“, begründet er seinen Wechsel in die Küche. Marcos Großeltern Manfred und Elke Lehmann, beide 73, haben den Enkel stets unterstützt. Natürlich freuen auch sie sich darüber, dass Marco schon bald seine Arbeit als Beikoch in der Seniorenresidenz Haffkrug beginnt.

Im BBW gibt es über 56 Ausbildungsgänge und verschiedene Angebote im vorberuflichen Bereich. Besucht wird die Einrichtung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Lernschwierigkeiten oder -behinderungen. Einige haben körperliche und/oder psychische Beeinträchtigungen. Sie alle haben die Chance, in einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme einen für sich passenden Ausbildungsberuf zu finden.

In diesem Jahr hatten sich genau 100 junge Menschen zu den Prüfungen angemeldet. Von ihnen bestanden 95 die Tests. Und wiederum 40 von ihnen haben bereits einen Arbeitsplatz, elf machen eine weitere Ausbildung, Ein Absolvent, der durchgefallen war, wird trotzdem die ihm bereits zugesagte Stelle bekommen. „Somit haben wir bis jetzt 54,2 Prozent der ehemaligen Auszubildenden in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt“, berichtete Einrichtungsleiterin Inka Kielhorn nicht ohne Stolz. Die übrigen Absolventen gehen weitere schulische Wege bis hin zum Abitur, sie besuchen die Meisterschule oder haben sich zum Bundesfreiwilligendienst gemeldet.

Während der Feierstunde lobten alle Redner das besondere Engagement der Absolventen. „Jeder Jugendliche hier im BWW ist einzigartig und besonders“, erwähnte Inka Kielhorn. Den Freigesprochenen gab sie mit auf den Lebensweg: „Sie haben jetzt einiges im Gepäck, das es Ihnen leichter macht, Herausforderungen zu meistern.“

Hans Zuther von der Berufsschule appellierte an die Jugend, etwas von der Energie zurückzugeben, die sie in den vergangenen vier Jahren von anderen bekommen haben. Sie könnten etwa die beraten, „die noch keine berufliche Peilung haben“, und die unterstützen, „die neu in unser Land kommen“.

Gabriele Frasch, Leiterin des BBW-Internats, ermunterte die Absolventen, von denen 82 im BBW-Bereich gewohnt haben, weiterhin offen zu sein für neue Erfahrungen und für neue Menschen.

Christina Düvell-Veen

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