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Ostholstein Bad Schwartau: Keine weiteren Fahrradständer in der Markttwiete
Lokales Ostholstein Bad Schwartau: Keine weiteren Fahrradständer in der Markttwiete
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17:20 06.11.2018
Ortstermin in der Markttwiete: Der Vorsitzende des Bauausschusses Andreas Marks (CDU) und Bauamtsleiter Thomas Sablowski präsentieren zusätzliche Fahrradständer. Quelle: Sebastian Prey
Bad Schwartau

Der Anblick war am Montag schon irritierend: Zwischen Rewe-Markt, Bäumen, Spielgeräten und Wasserlinse hatte der Bauhof 25 Fahrradständer platziert. Sogleich diskutierten Passanten über die geballte Ladung von Fahrradständern in Bad Schwartaus guter Stube. Am Abend wurde dann auch im Ausschuss für Bauwesen und Stadtplanung über die Abstellmöglichkeiten von Fahrrädern in der Markttwiete diskutiert. Grund: Die Verwaltung hatte kurzfristig einen Antrag eingebracht, entgegen der ursprünglichen Beschlusslage keine weiteren Fahrradständer in diesem Bereich der Markttwiete aufzustellen. Nur zu Demonstrationszwecken hatte Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos) die bisher noch „fehlende“ Fahrradabstellanlage aufstellen lassen. Die Demonstration machte Eindruck. Nach einem Ortstermin in der Markttwiete stand für alle Ausschussmitglieder fest: Weitere Fahrradständer sollen in diesem Bereich nicht aufgestellt werden.

„Eine Diskussion erübrigt sich. So will das keiner“, erklärte York Schün. CDU-Kollege Frank Schumacher sprach beim Anblick der Fahrradständer von „massiven Barrikaden“. Auch Reimer Fuhrmann (Grüne), der sich in den letzten Jahren vehement für zusätzliche Fahrradständer in der Markttwiete eingesetzt hat, gingen da etwas die Argumente aus. Er brachte noch eine Fahrradbügel-Variante ins Spiel. „Das sieht nicht so geballt aus und wenn die Bügel nicht belegt sind, kann man da noch durchgehen“, sagte Fuhrmann. Doch die dort zu platzierenden Ständer müssen noch andere Qualitäten haben. „Wir müssen Fahrradständer haben, die mit überschaubarem Aufwand auch wieder vorübergehend demontierbar sind, damit wir für bestimmte Veranstaltungen wie den Zwergenwald und Weihnachtsmarkt Freiflächen schaffen“, erklärte Bauamtsleiter Thomas Sablowski.

Aus Sicht von Bürgermeister Uwe Brinkmann sollte man grundsätzlich auf weitere Abstellanlagen in der Markttwiete verzichten, um auch weiter die Barrierefreiheit zu wahren. „Ich habe das in der Vergangenheit beobachtet. Es sind jetzt schon genügend Fahrradständer vorhanden“, sagte Brinkmann, der vorschlug, die nun überzähligen Fahrradständer an der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule (ESG) einzubauen. Zustimmung kam auch von CDU-Mann Frank Keebingate: „Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs und habe in diesem Bereich immer einen Abstellplatz für mein Fahrrad gefunden.“

Die Idee die Abstellanlagen an die ESG abzugeben, kam bei Lüder Garms (Grüne) wiederum nicht gut an. „Ich glaube, dass es noch genügend andere Möglichkeiten gibt, weitere Fahrradständer in der Innenstadt aufzustellen – an der Santander Bank am Markt beispielsweise“, sagt Garms. Er schlug vor, dass die Verwaltung die überzähligen Fahrradständer im innenstadtnahen Bereich verbauen sollte. Der Vorschlag wurde einstimmig vom Ausschuss angenommen.

Sebastian Prey

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