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Ostholstein Bad Schwartau investiert in den Wohnungsbau
Lokales Ostholstein Bad Schwartau investiert in den Wohnungsbau
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13:51 13.10.2018
Auf diesem Grundstück (Alt Rensefeld 39-43) sollen 34 Wohnungen in unterschiedlichen Größen errichtet werden. Mindestens ein Drittel soll als Sozialwohnungen auf den Markt kommen. Quelle: Sebastian Prey
Bad Schwartau

Im Kampf gegen die Wohnungsnot setzt Bad Schwartau ein Zeichen. Auf dem Grundstück Alt Rensefeld 39-43 sollen insgesamt 34 Wohnungen errichtet werden. 5,8 Millionen Euro will die Stadt dafür in die Hand nehmen. Mindestens ein Drittel der Wohnungen soll als Sozialwohnungen angeboten werden. Das hat der Bauausschuss nach einem Vorschlag von Uwe Beckmann (SPD) festgeschrieben. Zuvor hatte CDU-Mann Frank Schumacher davor gewarnt, dass bei einem reinen sozialen Wohnungsbau, die Stadt Bad Schwartau dauerhaft immer Geld dazu schießen müsse.

Die anderen Wohnungen will die Stadt Bad Schwartau aber künftig auch zu moderaten Mietpreisen auf den Markt bringen. „Bezahlbarer Wohnraum wird benötigt. Wir müssen als Stadt unserer sozialen, aber auch wirtschaftlichen Verantwortung gerecht werden“, sagt Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos). Genau das habe der Bauausschuss bei seiner Entscheidung berücksichtigt.

Pläne eines Lübecker Architekten

Eigentumswohnungen im gehobenen Segment sind in den letzten Jahren in Bad Schwartau viele entstanden. Wohnraum für weniger Betuchte ist hingegen Mangelware. Entsprechend will die Stadt Bad Schwartau jetzt nun in Eigenregie bezahlbaren Wohnraum schaffen. Die Pläne für das Grundstück in Alt Rensefeld sind schon recht weit gediehen. Der Lübecker Architekt Rainer Steffens hat seinen Entwurf unlängst im Bauausschuss der Stadt Bad Schwartau vorgestellt. Auf dem rund 3300 Quadratmeter großen Grundstück sollen in absehbarer Zeit sechs kleine Stadthäuser zur Straße hin und zwei Mehrfamilienhäuser im hinteren Bereich des Areals errichtet werden. In den Stadthäusern sollen jeweils zwei Wohneinheiten entstehen. Eine kleine mit rund 50 Quadratmetern für eine Person sowie eine Wohnung mit 81 Quadratmetern für bis zu vier Personen.

Im hinteren Bereich des Grundstücks könnten zwei Mehrfamilienhäuser mit 22 barrierearme Wohnungen errichtet werden. Die Laubengänge sollten nach den Vorstellungen Steffens komplett verglast und die Fassade mit gelbem Sandsteinklinker versehen werden. „Das sieht nicht nur hochwertiger und freundlicher aus. Auf Dauer rechnet sich das auch, denn die Wartungsintervalle sind deutlich länger als bei einer verputzten Fassade“, berichtete Steffens.

Weitere Vorhaben in Marienholm und an der Kaltenhöfer Straße

Die Pläne des Architekten wurden von dem Ausschuss begrüßt und sollen auch als eine Art Blaupause für andere städtische Flächen dienen. „Wir müssen ja das Rad nicht immer wieder neu erfinden“, sagt Brinkmann, der sich ähnliche Bauten auch auf Flächen in Marienholm und in der Kaltenhöfer Straße vorstellen kann. Die Verantwortung für die Bauprojekte soll eine städtische Grundstücksgesellschaft übernehmen, die bis spätestens Anfang des nächsten Jahres gegründet sein sollte. „Wenn alles ganz glatt und ohne Hindernisse läuft, könnte das Vorhaben in Alt Rensefeld binnen der nächsten zwei Jahre umgesetzt sein“, sagt Brinkmann.

Sebastian Prey

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