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Ostholstein Bad Schwartauer Kino zeigt kostenlosen Film
Lokales Ostholstein Bad Schwartauer Kino zeigt kostenlosen Film
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19:03 09.10.2018
Palliativmediziner Dr. Harald Hoffmann, Birgit Clemens (Förderverein wohnortnahe Palliativ-Versorgung Bad Schwartau) und Kino-Betreiber Lars-Roman Paech freuen sich auf den Film "Blaubeerblau". Quelle: FOTO: Sebastian Prey
Bad Schwartau

Im Rahmen der Hospiz- und Palliativwoche gibt es am Sonntag eine kostenlose Vorstellung im Bad Schwartauer Kino Movie Star. „Blaubeerblau“ heißt der Film. Eine gemeinsame Aktion des Fördervereins wohnortnahe Palliativversorgung Bad Schwartau und Kino-Betreiber Lars-Roman Paech. Die Vorstellung beginnt am Sonntag, 14. Oktober, um 11.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Ernstes Thema mit viel Humor erzählt

Kino-Betreiber Lars Roman Paech stellt sich mal wieder in den Dienst der guten Sache. „Uns geht es gut. Jeder, der einen Beitrag leisten kann, sollte sich mit einbringen, deshalb bin ich gerne dabei“, erklärt Paech, der sein Kino auch schon für andere Benefizveranstaltungen zur Verfügung gestellt hat. Am Sonntag wird im Saal 1 der Film „Blaubeerblau“ gezeigt. Um den Fernsehfilm im Kino überhaupt zeigen zu dürfen, musste Paech eine Einverständniserklärung vom Bayerischen Rundfunk und von der Drehbuchautorin Beate Langmaak einholen. Den deutschen Fernsehfilm von Rainer Kaufmann, der 2011 beim Filmfest München uraufgeführt wurde, hat Palliativmediziner Dr. Harald Hoffmann ausgesucht. „Es ist ein wunderbarer Film, der das Thema Hospiz dem Laien-Publikum ganz hervorragend näherbringt“, sagt Hoffmann und verspricht: „Es wird nicht traurig – alle Besucher werden mit einem Lächeln das Kino verlassen.“

Zum Inhalt: Hauptdarsteller Fritjof (gespielt von Devid Striesow) ist ein Angestellter eines Architektenbüros, das den Auftrag für einen Hospiz-Umbau erhält. Fritjof ist zunächst bei dem Gedanken überhaupt nicht wohl, mit dem Tod konfrontiert zu werden. Doch es wird eine spannende und auch für ihn befreiende Zeit mit tollen Begegnungen. Bei einem Besuch im Hospiz trifft Fritjof seinen alten Schulfreund Hannes wieder. Hannes ist todkrank – er hat Bauchspeicheldrüsenkrebs und einen letzten Wunsch. Er möchte eine Kuh streicheln. Fritjof fährt zu einem entfernt gelegenen Bauernhof und kann einen Bauern überzeugen, eine Kuh in die Stadt in das Hospiz zu transportieren. Er erfüllt damit Hannes’ letzten Wunsch, der kurz darauf verstirbt. Im Hospiz lernt Fritjof zudem eine ältere Dame kennen, die ihm Blaubeerwein anbietet. Von der Dame erhält Fritjof später auch eine Karte mit den Koordinaten über den Fundort der Beeren, den Fritjof natürlich auch aufsucht.

Berührungsängste abbauen

„Der Film hilft Berührungsängste abzubauen“, sagt Birgit Clemens, die vor vier Jahren den Förderverein wohnortnahe Palliativ-Versorgung Bad Schwartau mit gegründet hat. Aus der Begegnung und durch die Unterstützung von schwerkranken Menschen könne man auch durchaus Kraft und Lebensmut schöpfen. Der Förderverein, der derzeit rund 35 Mitglieder hat, hat in seiner noch jungen Geschichte einiges bewirkt. „Wir gehen in kleinen Schritten voran“, berichtet Clemens. Der Förderverein kümmert sich nicht nur um die Patienten, sondern unterstützt auch die Angehörigen. Finanziert werden unter anderem Transportdienste, spezielle Sessel und auch besondere Therapien mit Kunst und einem Hund. „Demnächst werden wir ein Trauer-Café eröffnen“, kündigt Birgit Clemens an. Das ganz große Ziel des Vereins ist ein Hospiz in Bad Schwartau einzurichten. „Der Bedarf ist definitiv da“, erklärt Mediziner Hoffmann, der hofft mit dem Film weitere Unterstützer für dieses Vorhaben gewinnen zu können. „Die Möglichkeiten, sich in dem Verein miteinzubringen, sind vielfältig“, sagt Hoffmann.

Sebastian Prey

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