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Ostholstein Bänke gedreht: Bessere Sicht auf Altar
Lokales Ostholstein Bänke gedreht: Bessere Sicht auf Altar
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21:16 26.10.2017
Die zuvor dem Altar abgewandten Bänke im östlichen Teil (r.) sind jetzt zur Mitte der Ahrensböker Marienkirche hin ausgerichtet. Quelle: Fotos: S. Latzel
Ahrensbök

Augen am Hinterkopf muss sich keiner mehr wünschen, der einen Gottesdienst oder ein Konzert in der Ahrensböker Marienkirche besucht. Das „Bänke-Drehen“ ist fast abgeschlossen, nur einige Leisten fehlen noch an den Holzpodesten. „Besonders der kulturelle Bereich gewinnt“, sagt Volker Schmechel vom Kirchengemeinderat. Die ursprüngliche Anordnung des mehr als 100 Jahre alten Gestühls hatte häufig zu Beschwerden geführt. Es war im Rund auf die Kanzel in der Mitte der Kirche ausgerichtet, so dass 14 Bänke „verkehrt herum“ standen, heißt: Die Besucher saßen dort mit dem Rücken zum Altar. „Das war früher üblich, ist aber in den vergangenen Jahrzehnten in den meisten Kirchen geändert worden“, berichtet der für den Umbau verantwortliche Architekt Thomas Uhlen.

Die 90-Grad-Drehung ist vollbracht: Nach umfangreichen Umbauten ist ein Teil des Gestühls in der Ahrensböker Marienkirche neu ausgerichtet und bietet so eine bessere Sicht auf den Altar. Das feiert die Kirchengemeinde mit einem Einweihungsgottesdienst am 5. November.

Einweihung am 5. November

Kennenlernen können die Ahrensböker den umgebauten Innenraum ihrer Marienkirche am Dienstag, 31. Oktober, wenn von 15.17 bis 18 Uhr das Reformationsjubiläum gefeiert wird.

Der Einweihungsgottesdienst wird am Sonntag, 5. November, um 11 Uhr gehalten. Es folgen die Gemeindeversammlung und ein Imbiss.

Wegen der eingeschränkten beziehungsweise fehlenden Sicht waren die verdrehten Sitzplätze entsprechend unbeliebt, weshalb sich der Kirchengemeinderat dazu entschloss, den etwa 110000 Euro teuren Umbau in Angriff zu nehmen, der etwa drei Monate dauerte. Im westlichen Teil, der von der Baustelle mittels einer Staubschutzwand getrennt wurde, errichteten die Handwerker einen provisorischen Ersatz-Altar, lagerten die zu drehenden Bänke aus und nahmen den Fußboden auf. „Das sind viereinhalb Zentimeter dicke Ziegelfliesen, die bekommen Sie heute nicht mehr“, sagt Architekt Uhlen. Um den neuen Mittelgang zwischen den gedrehten Bank-Reihen passend zu gestalten, wurde deshalb ein Teil der Fliesen durchgesägt und dann verlegt.

Die Eichenpodeste drehten die Tischler um 90 Grad, eines zur Hälfte. Die Balustrade und einige Seitenteile seien nach dem Vorbild des Original-Gestühls nachgebaut und geschnitzt worden, erklärt Uhlen. Jetzt stehen zehn Bänke dort, wo vorher 14 waren, einige Sitzplätze sind also verloren gegangen – aber dafür hat es auch mit den Halsverrenkungen ein Ende.

Profitiert hat zudem der Altarraum. Vor dem Umbau reichten die Bank-Reihen bis dicht vor den Altar, jetzt fehlen einige Bänke, der Bereich wirkt luftiger. „Und er ist jetzt auch für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer besser erreichbar“, erklärt Volker Schmechel. Über eine Erleichterung seiner Arbeit freut sich noch dazu der Küster: Die beiden großen Messing-Kronleuchter sind jetzt elektrisch absenkbar, weshalb niemand mehr umständlich auf eine Leiter steigen muss, um die Kerzen anzuzünden. „Wir wollen auch noch die Beleuchtung im Innenraum verbessern lassen“, kündigt Volker Schmechel an. Außerdem harren beide Kruzifixe – eines ist etwa 560, eines etwa 350 Jahre alt – der Restaurierung, und so stehen der Ahrensböker Marienkirche noch viele Neuerungen und Auffrischungen bevor.

Sabine Latzel

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