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Ostholstein Bahn: Lärmschutz für 20 Haushalte
Lokales Ostholstein Bahn: Lärmschutz für 20 Haushalte
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20:29 27.04.2018
Das neue Infomobil der Bahn nimmt Fahrt auf. Quelle: Fotos: Schwennsen
Fehmarn

Für vier Stunden machte das neue DB-Infomobil „Moin moin“ gestern Station auf dem Burger Marktplatz. Nicht ganz zufällig: Erst vor wenigen Wochen hat die Bahn für die Insel die ersten Planfeststellungsunterlagen für die Schienenanbindung vorgelegt. 15 prall gefüllte Ordner liegen derzeit in doppelter Ausfertigung beim Eisenbahnbundesamt (EPA) zur Prüfung, die voraussichtlich drei Monate in Anspruch nehmen wird. Für fünf weitere Bauabschnitte bis Bad Schwartau folgen die Pläne in den nächsten Monaten. Gefragteste Ansprechpartnerin war Bahn-Umweltingeneurin Janine Korczak, zuständig für Schall- und Erschütterungsschutz sowie Luftschadstoffe und elektromagnetische Verträglichkeiten. Auf druckfrischen Lärmkarten zeigte sie gestern die Auswirkungen der elektrifizierten Trasse.

Nach Eröffnung des Belttunnels rauschen täglich rund 70 Züge über die Sundbrücke. Auf Fehmarn sind laut DB-Lärmschutzgutachten 20 statt wie zunächst befürchtet 95 Haushalte betroffen, die meisten in Strukkamp: Geplant wird deshalb eine zwei Meter hohe Lärmschutzwand.

„Die Zukunft auf der Schiene rollt leise durch Ostholstein.Bernd Homfeldt

DB-Projektleiter

Lärmkarten für Fehmarn liegen vor

Elf der 20 betroffenen Haushalte befinden sich in Strukkamp. „Aber alle Belastungen liegen nicht im gesundheitsgefährdenden Bereich“, sagt Korczak. Nur ein einziges Gebäude erreicht nachts 60 Dezibel (dB), die anderen liegen darunter, aber über dem Grenzwert von 54 dB. Die Konsequenz daraus: Auf 230 Metern Länge soll mit 3,80 Meter Abstand zur Gleismitte eine zwei Meter hohe Lärmschutzwand gebaut werden. Die Bahn geht dabei möglichst nahe an die Trasse heran, weil sich der Schall dann weniger ausbreiten kann. Tagsüber liegt der Grenzwert übrigens mit 64 dB höher. Für neun weitere Haushalte empfiehlt die Bahn einen „passiven Lärmschutz“. Vier liegen in Burg, fünf in Avendorf und Blieschendorf. Das können Schallschutzfenster sein, die – auf freiwilliger Basis – in die Häuser eingebaut werden, aber auch zusätzliche Maßnahmen bei der Dachdämmung.

Dass deutlich weniger Haushalte als zunächst angenommen direkt betroffen sind, liegt vor allem am neuen Schienenlärmschutzgesetz vom Mai 2017. Korczak: „Wir werden dank neuester Technologie bereits mit den gesetzlichen Maßnahmen fast überall die Lautstärke-Grenzwerte einhalten können.“ Profitieren werden auch andere Abschnitte in Ostholstein.

Neue Sundquerung

die große Unbekannte

Für Fehmarn gibt es allerdings eine große Unbekannte: die künftige Sundquerung. Sollte sich dadurch die Schienentrasse ändern, müsse die Bahn „neu planen“, räumte Korczak auf LN-Nachfrage ein.

Weitere Termine

Nächster Haltepunkt für das DB-Infomobil „Moin moin“ ist Ratekau. Gezeigt werden am Freitag, 4. Mai, von 9 bis 13 Uhr auf dem Rewe-Parkplatz erstmalig Visualisierungen des neuen Bahnhaltepunktes.

Auf dem Stadtfest Fehmarn in Burg steht das Infomobil vom 6. bis 8. Juli nochmals auf dem Marktplatz.

In Planung sind weitere Termine in Haffkrug und Scharbeutz. Infos: www.anbindung-fbq.de

Gerd-J. Schwennsen

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