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Ostholstein Bahn-Planung verzögert sich
Lokales Ostholstein Bahn-Planung verzögert sich
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20:36 19.01.2018
Der ICE Hamburg–Kopenhagen rauscht bei bei Heringsdorf durch Ostholstein. *FOTO: MAROHN
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Oldenburg

Der Grund: Die Bahn berücksichtigt jetzt Zusagen des Landes für übergesetzlichen Lärmschutz, wie bei den Bahnübergängen in Bad Schwartau und in Göhl, wo kostenintensive Troglösungen vom Land mitfinanziert werden sollen. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) hatte den Kommunen Unterstützung zugesagt und eine 75-prozentige Kostenübernahme für die Aufhebung der Bahnübergänge zugesichert.

„Erkämpftes Vertrauen nicht gefährden.“Bettina Hagedorn

SPD-MdB

Diese Änderungen waren bisher noch nicht Gegenstand der Planfeststellungsunterlage und müssen jetzt eingearbeitet werden. Bernd Homfeldt, Projektleiter der DB Netz AG, erklärte: „Es ist zwar nicht schön, dass die Änderungen eine Auswirkung auf unsere Planungstermine haben. Positiv ist jedoch, dass wir nun einige Lösungen, die wir gemeinsam mit den Gemeinden entwickelt haben, auch umsetzen können.“ Sobald die Bahn genauere Pläne dazu vorliegen habe, würde sie diese den jeweiligen Gemeinden vorstellen.

Die ostholsteinische Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) hatte die Bahn immer wieder ermahnt, nicht zu sehr aufs Tempo zu drücken und „das erkämpfte Vertrauen damit zu gefährden“.

Und das ist der neue Bahnzeitplan: Auf der Neu- und Ausbaustrecke betreffen die Terminverschiebungen die beiden Planfeststellungsabschnitte (PFA) vier und fünf. Für den PFA 4 – also der Abschnitt von Oldenburg bis Göhl – können die Unterlagen aufgrund der Aufhebung des Bahnübergangs Göhl voraussichtlich erst im Januar 2019 beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) eingereicht werden.

Der Planfeststellungsabschnitt 5 – die Strecke von Heringsdorf bis Großenbrode – wird in zwei Abschnitte unterteilt: PFA 5.1 umfasst das Gebiet von Heringsdorf bis zur geplanten Umfahrung Großenbrode. Hier bedingt unter anderem die geplante Aufhebung der Bahnübergänge in Heringsdorf und Neukirchen, dass die Planunterlagen wohl ebenfalls im Januar 2019 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht werden. Die Umfahrung Großenbrode und die damit einhergehende Verschiebung des dann gemeinsamen Haltepunktes mit der Stadt Heiligenhafen sind im PFA 5.2 geplant. Obwohl die offizielle Bestellung des gemeinsamen Haltepunkts noch aussteht, geht die Bahn davon aus, dass die Planunterlagen dem Eisenbahn-Bundesamt voraussichtlich im September 2018 übergeben werden können.

Für die Abschnitte Bad Schwartau–Haffkrug (PFA 1, Juli 2018), Sierksdorf–Altenkrempe (PFA 2, September 2018) und Schashagen–Damlos (PFA 3, Oktober 2018) bleiben die voraussichtlichen Termine für die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen bestehen.

Wie geplant, wird der Planfeststellungsabschnitt 6 auf Fehmarn der erste sein, dessen Unterlagen dem EBA zur Prüfung übergeben werden. Nach der derzeit laufenden erforderlichen Anpassung der entsprechenden Gutachten an die Zugzahlenprognose 2030 rechnet die Projektleitung damit, Ende März 2018 offiziell in das Planfeststellungsverfahren zu gehen.

LN

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