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Ostholstein Bahn will weniger als keinen Güterverkehr
Lokales Ostholstein Bahn will weniger als keinen Güterverkehr
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21:48 24.05.2016

Verwunderung in Oldenburg: Wie jetzt bekannt wurde, erwägt die Deutsche Bahn, den hiesigen Güterverkehr einzuschränken. Der Güterbahnhof könnte künftig „nur noch im Sonderdienst bedient“ werden, heißt es in Papieren der Bahn-Tochter DB Cargo. Was das genau bedeutet, dazu will sich die Bahn auf LN-Anfrage bisher nicht äußern. Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) nimmt’s gelassen: So schlimm könnten die Folgen für die Stadt eigentlich nicht sein – zumal es hier auf der Bahnstrecke überhaupt keinen Güterverkehr gebe. Der wurde in den 90er Jahren eingestellt. . .

Bundesweit sollen 215 kleine Güterbahnhöfe – sogenannte Güterverkehrsstellen – geschlossen werden, 154 weitere stehen auf dem Prüfstand (die LN berichteten). Die Deutsche Bahn bestätigt, dass auch Oldenburg zu den Betroffenen zählt. Noch gebe es in dieser Sache jedoch keinen endgültigen Beschluss, daher könnten „konkrete Details und Auswirkungen noch nicht genannt werden“, heißt es. Zunächst solle es Gespräche mit allen Beteiligten geben; erst danach solle entschieden werden, ob die Oldenburger Güterverkehrsstelle künftig tatsächlich nur noch in Ausnahmefällen bedient werde.

In der Stadt selbst ist man gespannt, welchen Beschluss die Bahn zum Thema Güterverkehr letztendlich wohl fassen wird. Vielleicht handele es sich um eine Formalie, die noch nachgeholt werden müsse, mutmaßt Bürgermeister Voigt. Große Sorgen müsse man sich zumindest eher nicht machen, sagt der Verwaltungschef schmunzelnd. Normalerweise werde er sehr hellhörig, wenn die Bahn irgendetwas schließen oder einschränken wolle – im aktuellen Fall aber „können wir wohl ganz entspannt bleiben“.

 jen

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