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Ostholstein Barfuß zum Wohlbefinden
Lokales Ostholstein Barfuß zum Wohlbefinden
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22:12 12.06.2017
Sichtlich Spaß hatte die Gruppe bei Biodanza, einem tanztherapeutisch ausgerichteten Übungssystem.
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Malente

Keine Patentrezepte, dafür aber reichlich Inspiration und Gelegenheit Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen – das bot das Malenter Kneipp-Festival.

Das 16. Kneipp-Festival im Malenter Kurpark bot eine Vielzahl von Anregungen.

Der Gedanke der Aktivierung natürlicher Heilkräfte zog sich wie ein roter Faden durch die Angebote der Aussteller und das umfangreiche Vortragsprogramm. Die thematische Bandbreite reichte von Hildegard von Bingen über Krankengymnastik und Musik für Senioren bis zu Reittherapie und der Gesundheitskunde Mazdaznan.

Spielerischer und mit viel Raum für die eigene Körperlichkeit näherte sich eine Gruppe unter freiem Himmel dem eigenen Wohlbefinden. Mit Tänzen und Spielen zur Musik kamen die Teilnehmenden angeleitet von der Biodanza-Leiterin Grietje Grünberg, miteinander in Kontakt und lernten neue Formen der Kommunikation kennen. Am Nachbarstand konnte getestet werden, wie sich die ersten Schritte auf dem Weg in ein gesundes Leben anfühlen, wenn sie mit Barfußschuhen geht. Ulrike Weber war in ein rotes Exemplar geschlüpft. Die Leiterin der Sozialen Dienste im Wohnpark Grebin ist selbst häufiger barfuß unterwegs und beschrieb das Gefühl in den Spezialschuhen als durchaus ähnlich und angenehm.

Ulrike Weber war aber nicht in erster Linie als Besucherin zu den Kneipp-Tagen gekommen, sondern stellte an ihrem Stand die Angebote des Wohnparks vor. Dazu zählt die Maks-Therapie, die mit motorischen, alltagspraktischen, kognitiven und spirituell-meditativen Bausteinen dazu beitragen kann, Demenz bis zu einem Jahr hinauszuzögern. Ein besonders schmackhaftes Ergebnis der Projektarbeit von Mietern und Tagesgästen des Wohnparks war eine Suppe, für die 17 Kilogramm Kartoffeln und zehn Kilogramm Möhren verarbeitet worden waren: „Vom Erlös werden wir einen Tagesausflug an die Ostsee machen“, sagte Ulrike Weber.

Eine erfrischende Auszeit nahmen Ulrike Gebauer und ihre Schwägerin Heidi mitten im Kurpark. Für die Malenterin, die ihre Schwägerin seit fünf Jahren pflegt, gehört der Abstecher zum Kneipp-Becken zu den festen Alltagsritualen: „Wir versuchen bis zum Herbst regelmäßig zu kneippen. Es tut uns gut und entspannt“, erzählte Ulrike Gebauer, während sie ihre Beine in der Sonne trocknen ließ. Auch Alfons Szczerban war der Theorie entflohen, um Wasser zu treten. Nebenbei gab der Vorsitzende des Kneipp-Vereins Lübeck natürliche Schönheits-Tipps. Für den Kneipp-Schönheitsguss lässt man aus dem Schlauch der Handbrause kaltes Leitungswasser kreisförmig ins Gesicht plätschern. Beste Werbung für die Methode war der Kneipp-Gesundheitstrainer selbst: „Ich mache das täglich nach der Nassrasur“, berichtete er. Und das war nur einer von vielen Ratschlägen auf dem Kneipp-Festival.

Astrid Jabs

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