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Ostholstein Bauarbeiten am Eutiner Zob beginnen nächste Woche
Lokales Ostholstein Bauarbeiten am Eutiner Zob beginnen nächste Woche
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23:02 23.06.2017
Für den neuen Zob müssen diese beiden Jahrhundertwende-Wohnhäuser abgerissen werden.
Eutin

 Die eigentlichen Bauarbeiten für den Zob sind ab der zweiten Julihälfte vorgesehen und dauern voraussichtlich bis Ende 2018, teilt Stadtsprecherin Kerstin Stein- Schmidt mit.

Zunächst wird ein Ersatz hergerichtet – Zwei Häuser müssen weichen.

In schönstem Planer-Sprech ist zu lesen, was am Ende der Bauarbeiten entstanden sein wird: „Die Anlage ist als teilüberdachter Mittelbussteig mit umlaufenden Sägezahn-Haltestellen mit acht Haltekanten konzipiert.“ Vor allem wird der Zob, direkt im Anschluss an den bereits zuvor umgestalteten Bahnhofsvorplatz gelegen, deutlich größer als bisher, genauer: deutlich länger. Wie ein langer, schmaler Schlauch windet er sich künftig die Bahnhofstraße und einen Teil der Heinrich-Westphal-Straße entlang bis hin zum Parkplatz ein Stück weiter. Zwei Jahrhundertwende-Wohnhäuser, die dort noch stehen, werden demnächst abgerissen.

Ihr Abriss gehört zu den Vorarbeiten, die am Montag beginnen. Zunächst muss ein Ersatz-Zob geschaffen werden. Er entsteht auf dem Parkplatz am Güterbahnhof, auf der Seite zur Elisabethstraße. Die Fläche wird asphaltiert und mit Lampen versehen, so dass dort künftig die Busse aller Linien halten können. Vom 5. Juli an wird die Baustelle an der Bahnhofstraße/Heinrich-Westphal-Straße eingerichtet, dann beginnt der Abriss der Häuser. Der neue Zob wird sich laut Stein-Schmidt nach seiner Fertigstellung komplett umgestaltet, moderner und funktionaler präsentieren.

Ein kleinerer Teil wird von einem Glasdach überspannt. Ein neues Pflaster und die in Eutin mittlerweile durchgängig verwendeten sogenannten Stadtmöbel ergänzen das neue Bild. Die Bänke werden die gleiche Stahl- Holz- Konstruktion sein wie die in der Stadtbucht, die Straßenlaternen sind vom Typ Mastenleuchte, alle Metallteile präsentieren sich mit anthrazitfarbener Pulverbeschichtung. Für Barrierefreiheit sorgt unter anderem ein Blindenleitsystem. Das alles kostet rund 1,5 Millionen Euro.

An der Zob-Umgestaltung hatte sich sowohl unter den Kommunalpolitikern wie auch unter den sogenannten Bürgern für Eutin Kritik entzündet. Sie beharrten darauf, dass der vorhandene Zob ausreiche und kein größerer notwendig sei. Die Umgestaltung ist Teil der Umsetzung des Isek, des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes. Das sieht vor, dass der neue Zob eine Beziehung zwischen Bahnhof und Innenstadt herstellt. Eine platzähnliche Fläche zwischen Bahnhof und Zob soll die Fußgänger in die Innenstadt geleiten. Nach dem Entwurf führt vom Platz aus ein mit Natursteinpflaster hervorgehobener Überweg über die Bahnhofstraße zum Protalis- Durchgang in Richtung Peterstraße.

 sas

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