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Ostholstein Bauarbeiten am Timmendorfer Teehaus haben begonnen
Lokales Ostholstein Bauarbeiten am Timmendorfer Teehaus haben begonnen
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21:15 07.09.2013
Der Kran ist schon da. Während der Bauarbeiten soll die Seeschlösschen-Brücke weiterhin begehbar bleiben. Quelle: Foto: hfr

Da ragt jetzt etwas empor an der Timmendorfer Promenade, gleich neben der Seeschlösschen-Brücke, seit einigen Tagen, und es ist . . .

Ja. Es ist ein Kran. Bedeutet das etwa . . . ? Wieder ja: Die Arbeiten am umstrittenen Teehaus auf der Brücken-Plattform haben begonnen. „Alle Beteiligten freuen sich nun, dass es endlich losgeht“, heißt es von Seiten der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH (TSNT), und es könnte durchaus sein, dass sich noch weitere Menschen freuen, die vielleicht nach jahrelangen Auseinandersetzungen um das Projekt des Hamburger Investors Jürgen Hunke gar nicht mehr an die Gestaltwerdung des Bauwerkes im asiatischen Stil geglaubt haben.

Erst einmal soll der Baukran auf dem Seebrückenkopf installiert werden. Ab morgen kommt das Material. „Anschließend beginnen der Rohbau der Wände sowie die Stahl- und Betonarbeiten“, verkündet die TSNT. Laut Plan stehen ab Mitte Oktober Glas- und Holzbauarbeiten an, der Termin des Richtfestes ist für Anfang Dezember angesetzt. Fix und fertig soll das Teehaus im Juni 2014 sein. Dann hat es 1,6 Millionen Euro gekostet, woran sich Jürgen Hunke mit einer Million Euro beteiligt. Den Rest übernimmt die Gemeinde, die bereits den Bau der Brücke mit 2,4 Millionen Euro finanziert hat.

Wer dort ab der kommenden Saison was ausschenkt, steht noch nicht fest. Die Bewerbungsfrist für potenzielle Pächter endete Anfang der Woche. „Vier bis sechs“ Interessenten gebe es, die infrage kämen, so Tourismuschef Joachim Nitz. „Das sind alles qualifizierte Bewerber — keine Bratwurst-Bräter und keine Disco-Betreiber.“ In der Ausschreibung wurde explizit „gehobene Gastronomie“ gefordert — ein maritimes Restaurant oder „Kunst und Genuss“ oder ein Café mit Weinlounge — für die 362 Quadratmeter Nutzfläche und 70 Quadratmeter Terrasse. Nach Angaben von Nitz sollen sich die Bewerber am 18.

September im Tourismus-Ausschuss vorstellen, im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Mit einer Entscheidung der Gemeindevertretung bereits am 26. September rechnet Nitz aber nicht. Ein Name für das Lokal, das mit einiger Sicherheit zur neuen Attraktion von Timmendorfer Strand werden dürfte, ist nicht vorgeschrieben — „Teehaus“ soll jedenfalls keine Pflicht sein, wenngleich das Engagement von Jürgen Hunke durch den Schriftzug „Mikado-Teehaus“ am Gebäude gewürdigt werden soll.

Das Material soll am morgigen Montag übrigens mit dem Landungsboot „Stint“ von Neustadt aus geliefert werden. Gewiss, man mag einwenden, dass der Transport mittels einer chinesischen Dschunke auch einen hübschen Akzent gesetzt hätte. Und eher misstrauische Zeitgenossen wollen angeblich erst dann endgültig an das Teehaus glauben, wenn sie drin stehen und sich die Lippen am ersten grünen Tee verbrannt haben. Aber zumindest letztgenanntes Szenario könnte ja im nächsten Sommer tatsächlich Wirklichkeit werden.

Sabine Latzel

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