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Ostholstein Baubeginn auf der Sonnenkoppel zieht sich noch hin
Lokales Ostholstein Baubeginn auf der Sonnenkoppel zieht sich noch hin
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22:10 13.06.2017
Eutin

Die Grünen-Politiker Christiane Balzer und Tilo Hegenberg behielten mit ihrer Skepsis Recht: Die Frage der Knicks sei unzureichend geklärt, hatten sie im vergangenen Stadtentwicklungsausschuss bei der Beratung über den Bebauungsplan 119 (für ein Gebiet zwischen Beuthiner Straße, der Straße Blaue Lehmkuhle, der Anny-Trapp-Straße und der Raboldesburg) kritisiert und sich der Aufstellung als einzige widersetzt.

Der B-Plan kann jetzt nicht wie beabsichtigt am kommenden Mittwoch von der Stadtvertretung verabschiedet werden: Der erforderliche Knickausgleich muss im Juli (6., 18 Uhr, Sitzungssaal Bauverwaltung) erneut im Stadtentwicklungsausschuss beraten werden. Darüber habe die Stadtverwaltung die Fraktionen jetzt informiert, so Christiane Balzer in einer Pressemitteilung.

Hintergrund seien offensichtlich erforderliche Nachverhandlungen mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Kreis Ostholstein. „Wir Grüne haben mehrfach auf Mängel des B-Planes aufmerksam gemacht, unsere Kritik lief aber bei allen anderen Fraktionen und der Verwaltung ins Leere“, sagte Christiane Balzer. Tilo Hegenberg und sie hätten in der Ausschusssitzung darauf verwiesen, dass Rechtssicherheit maßgeblich für Vorhabenträger und Bauwillige ist. Sich überschneidende B-Pläne und Unklarheiten beim Knickausgleich seien unter anderem Gründe für sie gewesen, Nein zu diesem B-Plan zu sagen.

Doch vor allem CDU und SPD hatten endlich Tempo in das Planverfahren für das neue Baugebiet bringen wollen. Heiko Godow (CDU) erklärte: „Da warten Leute, die haben längst Finanzierungen laufen.“

Gabriele Appel von der SPD ergänzte: „Wir müssen das jetzt auf den Weg bringen. Die Leute scharren doch schon mit den Hufen.“

Nun müssen Bauwillige eine weitere ärgerliche Verzögerung hinnehmen, denn der früheste Termin, an dem sich die Stadtvertretung mit dem Bebauungsplan 119 befassen kann, wird im Oktober sein. „Wir lagen mit unserer kritischen Haltung absolut richtig. Dass alle anderen Fraktionen den B-Plan durchgewunken haben, zeigt, dass das Bewusstsein für planungsrechtliche Standards im Umweltschutz in Eutin noch in den Kinderschuhen steckt“, lautete das Fazit von Christiane Balzer.

Ulrike Benthien

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