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Ostholstein Bauernhof – ein Erlebnis für Kinder
Lokales Ostholstein Bauernhof – ein Erlebnis für Kinder
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20:52 13.10.2017
Streicheln und füttern: Auf der Wiese hinter dem erst im Sommer gebauten Unterstand kümmern sich die Kinder um die Esel „Schoko“ und „Leo“.

Die possierlichen Minischweinchen sind der große Hit. Sie sind Geschwister, sogar echte Drillinge. Da staunen die jungen Urlauberkinder auf dem Ferienhof Wendel in Blieschendorf, die das Trio streicheln dürfen. Bis Birgit Wendel gestern Morgen eines der drei in ihren Arm nimmt und es lauthals quiekt.

Urlaub auf dem Bauernhof boomt. Claus Heller, Präsident der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, hat im Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp 27 Absolventen das Zertifikat „Bauernhofpädagogik“ verliehen. Einzige Ostholsteinerin ist Birgit Wendel von Fehmarn.

Zahlen und Fakten

Rund 170 Betriebe haben den Betriebszweig Bauernhofpädagogik mittlerweile als alternative Einkommensquelle etabliert.

13 Jahre gibt es Bauernhofpädagogik in Schleswig-Holstein. Seit zwölf Jahren bietet die Landwirtschaftskammer den Lehrgang an. Für diese Zusatzqualifikation haben 340 Teilnehmer das Zertifikat erhalten.

Seit Mittwoch ist die 44-Jährige anerkannte „Bauernhofpädagogin“. Auf Fehmarn ist sie nicht die Einzige. Andere sind schon erfolgreich diesen Weg gegangen. Daher wurden die neuen Absolventen nicht nur in Futterkamp ausgebildet, sondern haben auch auf der Insel praktische Erfahrungen gesammelt. „Ich möchte den Kindern, aber auch den Erwachsenen den Umgang mit Tieren näherbringen. Damit können sie den Urlaub auf dem Bauernhof gemeinsam mit ihren Eltern erleben“, betont Birgit Wendel. Ihr Ehemann Klaus (49) baut auf dem Familienbetrieb Weizen und Raps an. Die Tiere auf dem Hof sind dagegen keine Nutztiere, sondern erobern die Herzen der Urlauberkinder. Birgit Wendel: „Die Minischweine dürfen bei uns alt werden.“ Genauso wie die beiden Esel, die die Kinder vorher gefüttert haben. Sie plant, ab nächstem Jahr Federvieh zu halten, damit die Kinder selbst die frisch gelegten Eier suchen können.

Das Zertifikat aus Futterkamp ist für Birgit Wendel eine große Motivation. „Noch stecken wir in den Kinderschuhen“, verrät ihr Ehemann. Der Tierunterstand auf der Wiese, in dem die Kinder mit Schubkarre und Schaufel anpacken dürfen, ist noch ganz neu.

Auf dem Rückweg zum Hof füttern sie die Karpfen im reich bestückten Teich – auch ein einzigartiges Erlebnis. Dann geht es weiter zu den Kaninchen. Auf spielerische Art versucht Birgit Wendel, den Lütten das Hofleben mitsamt Maschinenpark näherzubringen. Wenn sich das Ganze eingespielt hat, plant sie zudem gemeinsame Grillabende. Wer will, findet dann im Garten sicher leckere Zutaten.

„Immer mehr Bauernhöfe öffnen ihre Türen, um wertvolle Bildungsarbeit zu leisten“, betont Heller. Für die beiden Referentinnen Heiderose Schiller und Christine Hamester-Koch ist der Bauernhof ein attraktiver Erlebnisort für Kinder: „Dort können sie unvergessliche Stunden erleben. Denn ein landwirtschaftlicher Betrieb ist viel mehr als eine reine Produktionsstätte für Nahrungsmittel.“ Für 2018 gibt es bereits Anmeldungen.

Gerd-J. Schwennsen

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