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Ostholstein Baumängel: Grömitzer „Welle“ schließt für fast fünf Wochen
Lokales Ostholstein Baumängel: Grömitzer „Welle“ schließt für fast fünf Wochen
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19:47 20.10.2016
Das Wellenbad kommt besonders gut an. Kinder und Erwachsene stürzen sich in die Fluten. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter

Die Grömitzer „Welle“ wird zur Erfolgsgeschichte. 30 Prozent mehr Umsatz und 217 000 Besucher innerhalb von 15 Monaten sprechen für sich. Die schwierige Bauphase, die mehrfache Verschiebung der Eröffnung sowie enorme Zusatzkosten hatten zunächst für jede Menge Ärger gesorgt. Mittlerweile läuft der Betrieb. Erst vor wenigen Tagen verzeichneten die Betreiber (der Tourismus-Service) den zweitstärksten Andrang seit Eröffnung am 1. Juli 2015. Fast 1500 Badegäste wurden gezählt. Dennoch ist nicht alles perfekt. Mängel, die zumeist bereits bei der Abnahme entdeckt wurden, sollen nun ab 7. November beseitigt werden. Die „Welle“ wird deshalb bis zum 9. Dezember geschlossen haben. Dicht ist in diesem Zeitraum ebenfalls das angrenzende A-ja-Resort. Auch dort sollen Bauarbeiten erledigt werden.

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Die ersten Gerüste stehen schon. Die Dachisolierung muss nachgebessert werden.

„Wir hatten mit weniger Gästen und Umsatz kalkuliert.“ Olaf Dose-Miekley, Tourismuschef

Mehr Mitarbeiter für die neue „Welle“

35 Mitarbeiter, darunter Teilzeitkräfte und Aushilfen, kümmern sich täglich um die Besucher. Die Einrichtung hat immer von 7 bis 22 Uhr geöffnet. In der alten „Welle“ waren laut Tourismuschef Olaf Dose-Miekley deutlich weniger Beschäftigte, was er unter anderem mit der nunmehr größeren Saunalandschaft begründet.

Der Grömitzer Tourismuschef Olaf Dose-Miekley ist dennoch begeistert über die Wirkung und Anziehungskraft, die das neue Bad entfacht. „Wir hatten mit weniger Gästen und weniger Umsatz kalkuliert.

Aber allein aus dem A-ja-Resort gab es in den ersten Monaten fast 60000 Besuche, insbesondere in der Nebensaison wird der direkte Zugang genutzt“, so Dose-Miekley. Grömitz habe durch die Investition gleich doppelt gewonnen. Nicht nur in der „Welle“, sondern im gesamten Ort sei mehr los und die Kurabgabe steige.

Auch der Umsatz könne sich sehen lassen. In 15 Monaten seien 1,974 Millionen Euro eingenommen worden. Gewinn wirft die Badewelt dennoch nicht ab und wird dies wohl auch nie machen. „Wir schießen jährlich einen hohen sechsstelligen Bereich zu, trotz einer Verdopplung des Umsatzes“, so Dose-Miekley. Der Zuschuss habe sich im Vergleich zur alten „Welle“ jedoch nicht erhöht. Der Touristiker erläutert, dass das Minus immer klar gewesen sei und es vielmehr darum gehe, dass man nun eine Freizeiteinrichtung habe, die Menschen und weitere Umsätze in der Gemeinde generiere. „Damit haben wir einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Orten.“

Dass das Bad bald für fast fünf Wochen schließen wird, sei ärgerlich. Jedoch gehört eine Revision zu jedem Schwimmbad. Olaf Dose- Miekley betont, dass diese normalerweise kürzer ausfalle, die Mängelbeseitigung jedoch Zeit benötige. Unter anderem müssten mangelhaft verlegte Fliesen ersetzt, Einstellungen an der Lüftung vorgenommen und die Dachisolierung nachgebessert werden. Die Kosten würden die damaligen Baufirmen übernehmen.

Weitere Veränderungen sollen in den Wintermonaten diskutiert werden. Eine Erweiterung der vorhandenen Kursangebote ist ebenso angedacht, wie die Weiterentwicklung der gastronomischen Angebote.

Außerdem hoffen die Betreiber, dass mehr Einheimische die „Welle“ für sich entdecken. „Wir haben viel Anteilnahme während der Bauzeit erfahren. Bei diesem Besucherklientel gibt es Luft nach oben“, so Olaf Dose-Miekley.

 Sebastian Rosenkötter

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