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Ostholstein Baumfrevlern den Kampf angesagt
Lokales Ostholstein Baumfrevlern den Kampf angesagt
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20:28 26.05.2016

Nicht nur am Scharbeutzer Kammerhang kommt es immer wieder zu sogenannten Baumfreveln: Anlässlich der Sitzung des Scharbeutzer Umweltausschusses berichtete Bianca Pöhls, zuständige Mitarbeiterin im Bauamt der Gemeinde, von vielen Beispielen, unter anderem von Schäden, die an Bäumen auf der Streuobstwiese am Wennsee entstanden sind.

„Das Ansägen der Bäume kann mitunter noch schlimmere Folgen haben.“ Volker Owerien, Bürgermeister

„Bei elf Bäumen wurden die Kronen dermaßen beschnitten, dass deren Habitus massiv zerstört ist“, erläuterte Pöhls. In den vergangenen Jahren seien ebenfalls wiederholt Sachbeschädigungen zu beklagen gewesen. Dazu gehöre auch, dass eine Kette am Zugang zur Streuobstwiese entfernt wurde, um auf das Gelände zu fahren. Das Obst werde dann offensichtlich von den Ladeflächen der Wagen aus von den Bäumen gerissen, wodurch einzelne Äste stark beschädigt oder ganz abgerissen würden.

Joerg Schimeck (SPD) zeigte sich wie alle anderen Ausschussmitglieder entsetzt. Er schlug vor, eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro auszusetzen für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.

„Man muss ja auch bedenken“, begründete er die hohe Summe, „zu welchen Folgeschäden ein solches Verhalten führt.“

Die Ausschussmitglieder waren sich schnell einig, für diesen Vorschlag zu stimmen, denn alle anderen erwogenen Möglichkeiten ließen sich nicht realisieren. So spricht der Datenschutz gegen die Idee, das Gelände durch eine Kamera überwachen zu lassen.

Im Laufe der Diskussion tauchte erneut die Frage auf, ob es am Wennsee ebenso wie an vielen anderen Stellen um „den freien Blick“ gehe. Dieser Beweggrund wurde am Kammerhang mehrfach angeführt. Auch an der Haffkruger Promenade gibt es immer wieder Schadensfälle. Es werden nicht nur Bäume abgesägt, sondern teilweise nur angesägt.

„Das kann mitunter noch schlimmere Folgen haben“, gibt Bürgermeister Volker Owerien (parteilos) zu bedenken. Spaziergänger könnten diese Schäden nicht sehen. Bei starkem Wind könnten die angesägten Bäume dann plötzlich umfallen und schlimmstenfalls Passanten verletzen.

Bisher sind noch keine Personenschäden entstanden. Die Ausschussmitglieder und die Gemeinde hoffen nicht nur, dass es so bleibt, sondern auch, dass diejenigen, die die Bäume aus welchen Gründen auch immer beschädigen, zur Einsicht kommen. Sie müssten erkennen, dass ein solches Verhalten fahrlässig anderen gegenüber und keinesfalls ein Kavaliersdelikt ist.

Brigitte Arms

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