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Ostholstein Baupanne bei Hochregal-Lager
Lokales Ostholstein Baupanne bei Hochregal-Lager
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09:28 22.11.2016
Das Hochregallager von Eppendorf am Sebenter Weg in Oldenburg muss komplett zurückgebaut werden. FOTO: MARKUS BILLHARDT

Wer sich auf der Autobahn Oldenburg von Süden her nähert, dem fällt es sofort als Hingucker ins Auge: das Hochregallager der Firma Eppendorf direkt an der A 1. Jetzt wurde bekannt, dass es komplett wieder zurückgebaut und neu errichtet werden muss.

Maße: Das Hochregallager ist 100 Meter lang, 35 Meter breit und gut 32 Meter hoch.

DIMENSION

„Wir mussten die Reißleine ziehen." Thomas Loibl Jungheinrich Logistiksysteme

Auf LN-Anfrage zu den Gründen und Fakten wurde von der Firma Eppendorf kurzfristig eine Telefonkonferenz mit fünf befugten Ansprechpartnern einberufen. Thomas Loibl vom Eppendorf-Generalunternehmer Jungheinrich Logistiksysteme GmbH erklärte: „Die Standfestigkeit des Hochregallagers ist aufgrund einer falschen Befestigungsmethode nicht gewährleistet. Es wurde falsches Material zum falschen Bohrverfahren verwendet.“ Der sogenannte „Kleber“, mit dem die Anker des Stahlregales auf der Bodenplatte befestigt wurden, sei nicht der richtige für das angewandte Bohrverfahren gewesen. Man habe daher aus Sicherheitsgründen die Reißleine ziehen müssen. Ein externer Lieferant von Jungheinrich habe das falsche Material geliefert, so Thomas Loibl weiter.

Aufgefallen waren die Probleme auf dem Bau. Allerdings viel zu spät, denn das Regal hat fast die komplette Größe erreicht. Anschließend sei auch die Genehmigungsbehörde des Kreises informiert und das weitere Vorgehen miteinander besprochen worden. Die Verzögerung, die sich daraus ergibt, betrage laut Loibl ein Jahr. Zu den Kosten, die daraus entstehen, wollten die beiden Unternehmen keine Angaben machen.

Das Hochregallager ist 100 Meter lang, 30 Meter breit und 32 Meter hoch und bietet 13252 Stellplätze für Paletten. Gelagert werden sollen dort künftig Kunststoffartikel sowie Vertriebs-Packstoffe wie Kartons.

Rainer David von Eppendorf Polymere in Oldenburg sagt: „Diese zeitliche Verzögerung um ein Jahr ist ärgerlich, aber es ergeben sich daraus keine Konsequenzen oder Nachteile für unsere Kunden.“ Man könne weiterhin auf externe Lager zurückgreifen.

Alexander Gerritsen von der Eppendorf AG sagte: „Wir stehen natürlich weiterhin zum Lagerstandort Oldenburg, was eine Stärkung des gesamten Standortes bedeutet.“ Und Martin Wielgus von der Jungheinrich AG bekräftigte: „Wir kooperieren mit Eppendorf weiterhin auf der Basis beiderseitigen Vertrauens.“ Allerdings werde beim Wiederaufbau ein anderer Lieferant beauftragt.

Mit dem Rückbau soll je nach Witterung noch in diesem Jahr begonnen werden. Der Wiederaufbau soll bis 2018 beendet sein. Ursprünglich sollte das Hochregallager ab März/April 2017 genutzt werden.

 Peter Mantik

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